Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1169119
250. 
Hans 
Burgkmayr. 
Hans 
Holbein 
537 
Wilhelm von Baiern und seiner Gemahlin streng und scharf, 
aber in einfacher Sauberkeit gemalt.  Besonders trefflich 
ist das Bildniss eines Herzogs von Sachsen, auf der Burg 5. 
zu Nürnberg, dort dem Hans von Kulmbach zugeschrieben. 
 In der Sammlung des Landauer Brüderhauses ebenda- 6_ 
selbst ist ausser einer Anbetung der Hirten hauptsächlich 
ein anmuthiges Genrebild vom Jahre 1541, eine Mutter mit 
zwei spielenden Kindern am Fenster sitzend, zu bemerken. 
 Ausserdem enthält die S. Annenkirche zu Jiugsburg eine 7_ 
Grabtafel, Christus in der Vorhölle nebst allerlei abenteuer- 
lichen Teufeleien darstellend, vom Jahre 1538, unter dem 
EinHuss eines bereits manierirten italienischen Styles gemalt. 
Aus seiner bessern Zeit. vom Jahre 1512 sind ebenda die 
beiden kolossalen Orgelfliigel mit Christi und Nlariä Him- 
hmelfahrt; beide Gestalten, auf Wolken stehend, sind in 
ruhiger und würdevoller Bewegung gehalten, während die 
unten stehenden Apostel in grossartigei- Weise aufgeregt 
erscheinen; die Färbung ist von prachtvoller Wirkung. Die 
zwei kleinern Flügel derselben Orgel sind von einem ge- 
ringern Schüler des alten Burgkmayr, L ucas Cromburger 
mit Gegenständen in Bezug auf die Musik bemalt. 
g. 250. Dem andern Zweig der Augsburger Schule, 
der Familie der Holbein, war es bestimmt, einen der ersten 
Meister nordischer Kunst hervorzubringen, H ans Holbein 
den Jüngernß), welcher in seiner Weise nicht minder 
i) Ulrich Hegner: Hans Holbein dcr jüngere, Berlin 1827.  
Waagen, Kunstwerke und Künstler in Deutschand, besonders Bd. ll, 
S. 269 u. f.  Derselbe, Kunstwerke und Künstler in England und 
Paris, a. m. O.  Kupferwerk: Clvrctien de Mcclzel: Oeuvre de 
Jean Holbein ou Iiecueil de gravuwres rl'u72rä.s' ses plus beaux ouw-ages. 
Basle 1780.  Der Streif, 0b Holbein auch Formschneider gewesen, 
rief folgende Schriften hervor: C. Fr. v. Rumohr, Hans Holbein der 
jüngere, in seinem Verhältniss zum deutschen Formschnittwesen, 
Leipzig, 1836.  Dagegen Sotzmann, im Tüb. Kunstblatt, 1831i, 
N0. 30-32;  und C. Fr. v. Rumohr: Auf Veranlassung und in Er- 
wiederung von Einwürfen eines Sachkundigen gegen die Schrift: Hans 
Holbein der jüngere etc, Leipzig 1836.  Sodann mehrere wesentliche 
Untersuchungen im Kunstblatt 1833, N0. 50- 54 (von H1'n. P. V isch er, 
in Basel); 18-13 N0. 15 (Nachtrag, von Demselben); vgl. auch 1843
        

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