Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1168855
Nachfolger : 
Georg 
Pens; 
Matth. Grünuwald. 
511 
ner Galerie, nur eine mittelmässige Nachahmung Altdorfers; 
die Composition ist höchst überfüllt, ohne Sonderung der 
Massen, und die Ausführung des Einzelnen hart.  Von 
einem andern Schüler Altdorfers; Michael Ostendorfer, 
besitzt die Sammlung des historischen Vereins zu Regens- 
burg einen Altar, welcher Weniger durch Kunstwerth, denn14. 
als Altarbildider protestantischen Zwischenzeit und als Ana- 
logie mehrerer Kranachschen Bilder merkwürdig ist. Das 
Mittelbild enthält: oben Gott Vater, dann Christus als Lehrer 
zwischen den Aposteln, unten zwei Prediger mit ihrer Ge- 
meinde; der Flügel rechts: oben die Darstellung im Tempel, 
dann die Taufe Christi, unten eine protestantische Taufe in 
einer Kirche; der Flügel links: Christus das Brod verthei- 
lend, dann den NVein darreichend, unten die Communion in 
einer protestantischen Kirche; die Aussenbilder sind der 
biblischen Geschichte entnommen.  Ob Ostendorfer mit 
einem gleichnamigen bairischen Hofmaler oder mit einem ge-  
wissen Michael Ossinger identisch ist, von welchem die 
Münchner Pinakothek eine Glorie Gott Vaters besitzt, 'las-15'_ 
sen wir dahingestellt. 
Georg Pens ging, nachdem er sich in Dürer's Schule 
gebildet hatte, nach Italien, in die Schule des Rafael (S. I, 270). 
So ist ein sehr bedeutender Unterschied zwischen seinen 
früheren und seinen späteren Arbeiten. In der k. k. Galerie 
zu Wien beündet sich von ihm das Gemälde einer Kreu-w 
zigung Christi mit kleinen Figuren, das sehr sauber und mit 
anmuthvoller Ermässigung der nürnbergischen Manier ge- 
malt ist.  Eine andre Darstellung der Kreuzigung, in der 17, 
Augsburger Galerie, ein Altarbild mit Flügeln, ebenfalls noch 
aus der früheren Zeit, ist dagegen beträchtlich befangener 
gehalten.  Ein heil. Hieronymus, in der Moritzkapelle zuls. 
Nürnberg, zeigt einen tüchtig gemalten und durchgebildeten 
nachdeßklißh alten Kopf.  Zur Richtung der italienischen 
Kunst gehören ein Paar Bilder der Münchner Galerie, 
Welche den Namen des G. Pens führen: Eine Judith mit 19. 
dem Haupte des Holofernes, halbe Figur nackt  weich 
llwdßllirt, aber hart in der Färbung. Sodann Venus und
        

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