Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1168671
239. 
240. 
Düreüs 
Werke 
VOI1 
1516 
bis 
1521 
493 
Ich 
kann 
über 
dasselbe 
nicht 
eigner 
Anschauung 
richten. 
Im Jahre 1519 fertigte Dürer ein Portrait des Kaisers 25. 
Maximilian, Brustbild, einen Granatapfel (das Symbol des v 
Kaisers) in der linken Hand. Es befindet sich in der Galerie 
des Belvedere zu Wien, hat jedoch nichts sonderlich Ausge- 
zeichnetes. 
In diese Zeit möchte auch wohl die Ausführung der 
Wandmalereien im grossen Saale des Rathhauses zu Nürn- 
berg zu setzen sein, die den von 12 Pferden gezogenen und 
von zahlreichen allegorischen Frauengestalten umgebenen, reich- 
geschmückten Triumphwagen Kaiser htlaximilians, ferner die 
den Beschreibungen eines Werkes von 'Apelles entlehnte 
allegorische Darstellung der "Verleumdung", endlich ein 
Paar sehr lebensvolle Gruppen von Stadtmusikanten enthalten. 
Mannichfach restaurirt und im Jahr 1620 übermalt, sind sie 
doch höchst charakteristisch, und als einzige Leistung Dürers 
in monumentaler Malerei von nicht zu unterschätzender Be- 
deutung. 
g. 240. In den Jahren 1519 und 1521 nnnnnnnnm 
Dürer eine Reise nach den Niederlanden; seine uns aufbe- 
haltenen Tagebücher berichten von den grossen Ehren, mit 
welchen er von den dortigen Künstlern aufgenommen wurde. 
Er zeigt sich hier als einen Mann, der sich langjähriger 
fleissiger Arbeit bewusst war und der nun denjenigen Vor- 
theil davon zu ziehen suchte, den ein jeder redliche Mann 
wünschen muss. Zugleich aber scheint es, dass diese Reise 
nicht ohne Wichtigen Einiiuss auf die eigne Kunstrichtung 
dfis Meisters gewesen sein dürfte, und ihm vielleicht über 
die Einseitigkeit seiner Manier Aufschluss gegeben hat. 
Wefigstens ist in seinen späteren WVerken manch ein neues 
Motlv Zu bemerken, auch berichtet uns Melanchthon, nach 
Düreris eigenen Aeusserungen, wie ihm später erst die 
Wahre Schönheit der Natur aufgegangen sei, wie er erkannt 
häibe, dass die Simplicität die höchste Zierde der Kunst sei; 
W16 er geseufzt, wenn er seine früheren bunten Bilder be- 
trachtet, und Wie er sich beklagt habe, dass er nun nicht
        

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