Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1168591
238. 
239. 
VOIJ 
Bilder 
1511 
und 
1512 
etc. 
485 
worden; in verschiedenen Galerien finden sich Bilder der 
Art, welche Dürefs Namen führen. 
Ebenfalls mit der Zahl 1511 sind noch einige andere 12. 
Holzschnitte Dürer's bezeichnet, namentlich die bekannte 
grandiose Composition der heiligen Dreifaltigkeit, mehrere 
heilige Familien u. s. w. 
Zwischen den Jahren 1507 und 1513 ist ferner die13- 
grosse Reihenfolge der kleinen Kupferstiche angefertigt, 
Welche eine dritte Darstellung der Passion Christi enthalten. 
Der grösste Theil derselben fällt in das Jahr 1512. Auch 
unter diesen ist Vieles vom vorzüglichsten Werthe vorhanden 
und dasselbe um so interessanter, als sich hier überall die 
eigenhändige zarte Durchführung des Meisters zeigt. Um 
nicht zu ermüden, unterlasse ich es, hier auf Einzelheiten 
einzugehen.  
ä. 239. In diese, schon so reiche Zeit (1511) fällt wie- 1. 
derum eins von Dürefs bedeutendsten Gemälden, die Dar- 
stellung der Dreifaltigkeit inmitten der Heiligen und Seligen. 
Er malte dieselbe für eine Kirche Nürnbergs, von wo sie, 
Wie so manches andre von seinen Werken, später nach Prag 
ging; gegenwärtig befindet sich das Bild im Belvedere zu 
Wien. Oben, in der Mitte des Bildes, erblickt man Gott- 
Vater, welcher den Erlöser in den Armen hält, und die 
Taube des heil. Geistes; Engel breiten den Priestermantel 
Gottes aus, daneben schweben andre mit den Marterinstru- 
menten Christi. Zur Linken, etwas tiefer, ist ein Chor 
weiblicher Heiligen, Maria an ihrer Spitze, zur Rechten 
männliche Heilige mit dem Täufer Johannes. Unter diesen 
breitet sich über das ganze Bild hin eine Sehaar von seligen 
aus allen Ständen und Geschlechtern, alle kniend. [Zu un_- 
terst sieht man eine Landschaft und in einer Ecke des Bil- 
des den Künstler selbst, vornehm in prächtigem Pelzmantel 
gekleidet, der eine Tafel zu seinen Füssen hält mit 416D 
Würfen: Albertus" Durer Noricus faciebat anno a virginis 
Partll 1511. Auch in diesem Gemälde ist die Ausführung 
meisterhaft und in wunderbarster Feinheit, aber immer lasur- 
artig behandelt. Der Faltenwurf ist meist grossartig, die
        

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