Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1168318
91234. 
Baiern. 
Oesterreich. 
457 
terrichtet. Eine Kreuzigung auf Goldgrund im Belvedere 7. 
zu Wien, mit dem Datum 1449 und dem Namen (des Malers?) 
D. Pfenning ist in den Farben bunt und hell, und in der 
Zeichnung der Gestalten noch nicht eckig und mager, son- 
dern eher etwas geschwungen. Dagegen scheinen 4 Passions- 
bilder auf Goldgrund, in derselben Sammlung, bez. R. F. 
1491, schon der scharfen, eckigen Weise des XV. Jahrh. an- 
zugehören, Zwei grosse Altarflügel eines treffiichen öster- 
reichischen Künstlers Pacher von Brunecken (mit seinem 
Namen und 1481 bezeichnet und Geschichten Christi und Mariä 
darstellend) lassen erkennen, dass er sich in schwäbischen 
Schulen, besonders in der von Augsburg gebildet hat. (Waagen 
a. a. O. Th. I. S. 189.) Ein andres Werk desselben Meisters 
soll sich zu Gries bei Botzen, ein drittes wenigstens ver- 
wandter Abkunft beimiProf. Ainmüller in München befinden, 
ausserdem aber Schnitzaltäre zu Wiener Neustadt (1447), 
Käfermarkt (1495), Salzburg, Laach, Schönbach, Purgstall, 
Heiligenblick, Reifling, Hellstadt, Mauer, Pulkau, Zwettl 
Vorhanden Sein   Von einem andern Meister, mit dem 8. 
Monogramm R. F. bezeichnet, enthält die Sammlung des 
Stiftes Klosterneuburg einen lebensgrossen heil. Leopold vom 
Jahre 1507 und vier kleine Bilder aus dessen Legende, bez. 
1501, welche in der Frische und Naivetät der Vorstellungen 
und Farben an die besten Miniaturen der Eyclöschen Schule 
erinnern und im Ausdruck milder und lieblicher sind als jene 
Bilder des Belvedere. Acht andere kleine Tafeln aus der 
Passion und der Legende Johannes d. T. sind von einer 
geringern Hand; eine davon trägt den Namen Rueland.  
Von einem Meister N. K. befindet sich eben dort ein Ge- 
mälde mit der Geschichte der Herodias und dem Datum 
1521, was wir gleich hier erwähnen wollen, da uns von 
i österreichischen Malereien aus dem XVI. Jahrhundert weiter 
nichts bekannt ist. 
ü) Yergl. Heider, Eitelberger und Heiser, 
Kunstwerke des Oesterr. Kaiserstaats. Wien 1857. 
Mittelalterl.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.