Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1168297
233. 
Fränkische 
Schule : 
Wohlgemuth. 
455 
diger, die Formen reiner als in seinen übrigen Werken, so- 
dass er hier Alles mit eigner Hand und mit Aufbietung 
aller Kräfte gearbeitet haben dürfte.  Anderes in den  
Kirchen und Sammlungen von Nürnberg, z. B. in der Jo- 
hanniskirche, bei Herrn Campc, auf der Burg, u. s. W. über-II. 
gehen wir, ebenso die "nicht sehr selten vorkommenden Ge- 
mälde vVohlgemtithlseher Werkstatt (zum Theil wohl auch 
seines Pinsels (in den Galerieen von München, Augsburg, 
Bamberg, etc. In den Studj zu Neapel wird ihm ein Flügel-m. 
altar mit der Anbetung der Könige, wir entscheiden nicht, 
mit wieviel Recht, zugeschrieben.  An Werken der Schüler 
sind die Nürnbergischen Kirchen und Sammlungen reich. 
Von mehr oder weniger unabhängigen Zeitgenossen 
enthält die Sammlung der Burg u. a. eine Tafel mit meh-13- 
rern Bischöfen und Mönchen (um 1460) von edlern Köpfen 
und besserer Zeichnung. Eine Grabtafel mit der Verkün-ltl- 
digung und den Stiftern, an einem Chorpfeiler von S. Se- 
bald, rührt von einem Nürnbergischen Meister unter sehr 
bestimmtem flandrischem Einfluss her. Noch älter ist das 15- 
Altarbild der Löfielholischen Kapelle in derselben Kirche 
(um 1453) , meist legendarischen Inhaltes sammt einer zahl- 
reichen Donatoren-lPamilie.  Von einem Maler Schwarz 15- 
aus Rothenburg ist eine Madonna mit mehrern Heiligen, von 
feiner Behandlung der Köpfe, sonst dem Wohlgemuth ver- x 
wandt, in der Sammlung der Burg.  Von Martin Zagel 
besitzt die Wiener Galerie ein Crucifix mit mehrern Heiligen, 17- 
ein schlichtes, ehrbares Werk.  Von J acob Walch 
(1436-1500), dem Lehrer des Hans von Culmbach, ist nichts 
Beglaubigtes mehr vorhanden.  Nur beiläufig erwähnen wir 
hier die Nürnbergische Glasmalerfamilie der Hirschvogel, 
unter deren Mitgliedern namentlich Veit Hirsch Vogel 
 ausgezeichnet ist. Mehrere prachtvolle Fenster 18- 
in S. Sebald und S. Lorenz (hier das berühmte Volkamerü 
sehe um 1480) sind noch erhalten. Uebrigens hatte die 
Glasmalerei in dieser Zeit ihren unabhängigen, architekto- 
nischen Styl bereits eingebüsst und sich in Anordnung und 
Ausführung dem übermächtig eindringenden Realismus an-
        

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