Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1167711
Hans 
M emling. 
397 
litten und sind, mit Ausnahme der auf den Dachseiten befind- 
lichen, durchgehend stark restaurirt worden, Wodurch der 
Charakter der künstlerischen Behandlungsweise ungemein be- 
einträchtigt ist. 
In der Akademie von Brügge werden zwei dem Mem- 
ling zugeschriebene Altarblätter aufbewahrt. Das eine stellt 
auf dem Mittelbilde die Taufe Christi dar, im Hintergründe 
andre Scenen aus dem Leben Christi und Johannis des 
Täufers; auf den innern Seiten der Ivlügelbilder zwei Heilige 
und vor ihnen die Familie des Stifters kniend; auf den 
äusseren Seiten derselben die heil. Jungfrau mit dem Kinde 
und vor ihr eine kniende Frau mit ihrer Tochter von der 
heiligen Magdalena empfohlen. 
schönes Werk und durch einen 
Das Ganze ist ein vorzüglich 
besonderen Liebreiz in allen 
"Köpfen ausgezeichnet.  Minder bedeutend (wahrscheinlich 8. 
Arbeit eines Schülers) ist das andre Bild, Welches mit der 
J ahrzahl 1484 versehen ist. In der Mitte der heilige Christoph 
mit dem Christkinde auf den Schultern, wie er durch den 
dunklen Strom schreitet, während im Hintergrunde das 
Morgenroth emporzieht; weiter vorn die Heiligen Benedict 
und Aegidius; auf den F lügelbildern andre Heilige und die 
Familie des Stifters. 
Im Antwerpner Museum befinden sich zwei Miniatur- 9_ 
werke Memlings, welche an Feinheit der Ausführung zu den 
bewunderungswürdigsten Leistungen der Schule gehören. 
Das eine ist ein Diptychon vom Jahre 1490, welches auf; der 
einen Tafel (Vorderseite) die Madonna in einer gothischen 
Kirche stehend und (Rückseite),Christ.us auf der Erdkugel, 
auf der andern betende Donatoren in der gemüthlichsten 
häuslichen Umgebung darstellt, Das andere, ein englischer 
Gruss, ist in den Köpfen von besonderer Lieblichkeit und10_ 
Würde. Ein „Reisealtar Kaiser Karls V." von hoher Schön- 
heit („Anbetung der Könige" zwischen „Christi Geburt" und 
„Darstellung im Tempel", die Aussenseite grau in grau über- 
malt) isttl8ö2) aus einem Schlösschen bei Aranjuez ins Museum 
von Madrid gekommen.  
Von gleicher Vortrefflichkeit wie der Kasten der hei-11_
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.