Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1167703
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Buch IV. 
Norden. 
Jahrhundert. 
Flandrer. 
ä- 22g 
sieht von Köln ist der Lokalität gemäss, so dass man die 
Hauptgebäude deutlich erkennt.  2) Landung bei Basel. 
Die Fürstin mit einem Theil ihres Gefolges ist schon ge- 
landet und geht auf die alterthürnliche Stadt zu; zwei andere 
Schiffe nähern sich der Landungsstelle. Im Elintergrunde 
sieht man die Alpen; hier ist die jungfräuliche Schaar bereits 
auf dem Landwege begriffen.  3) Ankunft in Rom. Cyria- 
cus, der Papst, empfängt die Führerin, der von den Bergen 
her die Ihrigen folgen; ritterliche Jünglinge in ihrer Gesell- 
schaft, Conan, der Geliebte der heil. Ursula, an ihrer SpitzeÄ 
Man sieht die Kirche geöffnet, in welcher Einige getauft 
werden, Andre die Beichte ablegen.  4) Zweite Landung 
bei Basel. Im Hintergrunde, aus den Thoren der Stadt, 
schreitet die Fürstin mit ihren Gefährten dem Strome zu. 
Im Vorgrunde ist die Einschiffung bereits geschehen; in dem 
einen grösseren Nachen sitzen der Papst zwischen zwei Kar- 
dinälen und die heil. Ursula zwischen zwei Jungfrauen in 
heiligen Gesprächen.  5) Beginn der Martern. Das Lager 
des den Christen feindlichen Kaisers Maximin am Ufer des 
Rheines, zwei Schiffe legen an. Wilde Horden mit Schwer- 
tern, Keulen und Bogen umgeben die Nachen; die Jünglinge 
erliegen am Ufer den Waffen der Feinde. In ruhiger Er- 
gebung, mit frommen Gesängen beschäftigt, erwartet ein 
Theil der Jungfrauen in den Schiffen die Pfeile; einige und 
ihre priesterlichen Begleiter selbst sind bereits getroffen.  
6) Tod der heil. Ursula Sie und zwei Jungfrauen im Zelte 
des Imperators. Einer der Söldlinge hat bereits den Pfeil 
auf sie gerichtet, in heiterer Ergebung erwartet sie den Tod. 
"Theilnehmend blicken einige der Umstehenden, andre in roher 
Gleichgültigkeit auf den Vorgang.  Es gehören diese 
kleinen Gemälde zu den allervorzüglichsten Leistungen der 
flandrischen Schule. Bei der Kleinheit der Figuren ist die 
Zeichnung ungleich gelungener als bei den grösseren dieses 
Meisters; die Bewegungen sind frei, die Ausführung und der 
Ton der Farbe bei aller Zartheit doch sehr kräftig; der 
Ausdruck in den einzelnen Köpfchen von der höchsten Voll- 
endung. Leider jedoch haben auch diese Bilder sehr ge-
        

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