Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1167651
221. 
222. 
Hans 
MemLling. 
391 
(iewande von symbolischer Farbe (über der Taufe weiss, 
über der Beichte feuerroth, etc.); im Hauptschiff steht das 
Kreuz mit dem sterbenden Christus, unten Maria, Johannes, 
Magdalena u. a. Frauen. Die Gestalten sind individuell 
lebendig und von scharfer Zeichnung, aber ohne besondern 
dramatischen Ausdruck, die Ausführung fleissig und meister- 
haft, die Perspective reich und dem hohen Augenpunkte 
nach ganz richtig. 
Drei schmale Flügelbilder mit fast lebensgrossen Figuren: 11 
Maria das Kind saugend, Veronica mit dem Schweisstuoh,. 
und Gott Vater mit dem Leichnam Christi (letzteres grau in 
grau), vormals in der belg. Abtei Flemalle, jetzt im Frank- 
furter Museum, dürften zu den spätesten Arbeiten Rogiers 
gehören. Eine „Kreuzabnahme" der K. Sammlung im Haag 12. 
gilt dort  55) für lllemling.  Rogier starb 1464 den 
16. Juni und wurde in der Kathedrale von Brüssel begraben. 
Er ist nach dem Tod des Jan van Eyck der Mittelpunkt der 
nordischen Malerei, und das Haupt einer bedeutenden Schule 
gewesen. 
ä222. Hans Nlemling (früher irrig Hemlingjr, 
genannt, der Schüler des Rogier van Brügge, ist einer der 
vorzügliehsten Künstler, welche aus der Eyck'schen Schule 
hervorgegangen sind, derjenige, bei dem sich die Richtung 
derselben, soweit wir überhaupt aus erhaltenen Werken ur- 
theilen können, am bedeutendsten wiederum in freier, selb- 
ständiger Weise ausgebildet. hat. Auch über die Lebensver- 
hältnisse dieses Künstlers ist sehr wenig bekanntl"); histo- 
ü) Die Akten des Streites über die obige Namensversehiedenheit 
sind wohl durch die von Waagen (im D. Kstbl. 1854, S. 177) schliess- 
lieh zusammengestellten Gründe und deren weitere urkundliche Bestä- 
tigungvergl. desselben Handbuch der Geschichte der Malerei Buch III. 
S. 165) als geschlossen zu betrachten. V- B]. 
H) (Le B. de K ev erber g:) Ursula, princesse britannique 
vPapres la legende et las [ieintm-es d'Heml1In_q_ Gand 1818.  Vgl. 
P assavant, Kunstreise etc, und Schnaase, Niederländische Briefe 
a. m O.  Zu erweisen, dass er, wie Einige wollen, ein Deutscher ge- 
wesen, will leider die auch bei andern Niederländern vorkommende Na- 
mensform Hans (bei Vasari Ausse. soll heissen Anssel nicht ausreichen.
        

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