Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1167466
372 
Buch IV. 
Norden. 
XV. Jahrhundert. 
Flandrer. 
219. 
 Wenn wir ein zweifelhaftes, unten zu erwähnendes Bild 
bei Seite lassen, so ist das kfrühste Werk die „Bischofsweihe 
des Thomas Beeket", bez. 30. Oet. 1421, in der Sammlung 
des Ileriogs von Devonshire zu Chatsworth, Die Ceremonie 
wird in einer Kinehe romanischen Styles, in Gegenwart des 
Königs und vieler Weltlichen und Geistlichen, durch drei 
Bischöfe irollzogen. Die treffliehen, lebendigen Köpfe der 
meist schlanken Figuren erinnern theilweise an die Pilger des 
einen Flügels an dem Genter Altarwerk; die Farben sind 
von tiefster Gluth.  Wir schliessen die übrigen in Eng- 
land befindlichen WVerke hier an. Im Besitzedes Dichters- 
Rogers befindet sich ein (früher Memling zugeschriebenes) 
Miniaturbild der Madonna. mit dem Kinde in einer architek- 
tonischen Einfassung, welche in Relief die sieben Freuden 
der Maria enthält; ein Wunder von feiner und prachtvoller 
3- Ausführung.  Eine Madonna mit dem Kinde, von unge- 
wöhnlich edlen Zügen, aber scharf eckiger Gewandung, be- 
zeichnet Completum a. D. MCCCCXXXII per Johannem de 
Eyck Brugis und dem bescheidenen Motto: „Als ich chan",  
so gut ich kann) zu Ince in der Nähe von Liverpool. -St.Fran- 
9- ciscus, die Stigmata empfangend zu Heytesburg in -Wiltshi1'e.  
 Ein köstliches kleines Bild in der Sammlung von Sir Thomas 
Baring zu Stratton stellt den h. Hieronymus in seiner Studir- 
stube, in einem Buche blätternd dar; durch Fenster und Thür 
ll-sieht man in eine Landschaft.  In Burleighhouse: vor einer 
stehenden Madonna mit dem Kinde kniet ein Geistlicher, 
Welchen die heil. Barbara der Mutter Gottes empfiehlt.  
llSeit einiger Zeit besitzt die Nationalgalerie in London ein 
bezeichnetes Portraitbild vom Jahre 1434, dessen Ausführung 
ebenfalls den Gipfel des Möglichen zu bezeichnen scheine 
Es ist ein Mann im Pelzkleide, die rechte Hand einer jugend- 
lieh blühenden Frau ergreifend, ganze Figuren, feine, 
sprechende Charaktere, in einer reizvoll ausgeführten Um- 
gebung; ein hinten angebrachter Spiegel zeigt ausser der 
Rückseite der beiden Gestalten auch mehrere zur Thür 
hereintretende Personen; alle Nebendinge sind höchst voll- 
13. endet.  Im Madrider Museum: zwei Altarllügel, bez. 1438 
        

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