Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163933
132. 
133. 
Lippi  
FilipPo 
Pesello. 
19 
befand sich früher in S. Margherita, dann ebenfalls beim 
Kanzler, kam aber in der Folge nicht mehr von Paris zurück.) 
 Eine trefiliche Madonna, die das in Blumen liegende Kind 5. 
anbetet, im Berliner Museum, ein ähnliches Bild in der 
Florentiner Akademie werden als seine frühesten Arbeiten 
betrachtet. Eine Krönung Maria, ebenfalls in dieser Akade- 5, 
niie, früher in S. Ambrogio zu Florenz befindlich, ist ein 
figurenrcichcs Bild und enthält u. a. auch das eigne Portrait 
des Künstlers; doch haben hier seine Engel und Heiligen 
wiederum eine Physiognomie, die mehr auf Schalkheit, Sinnes- 
lust und Genuss, als auf sittliche Würde hindeutet; der 
himmlische Vorgang ist durchaus in's Irdische übersetzt.  
Ein vortreffliches kleines Bild in den Uffizien, S. Hieronymus 7. 
in einer Mauernische schreibend, nähert sich in der liebe- 
vollen Behandlung auch des Zufälligen (z. B. des zerrissenen 
Papieres und der zerkauten Federn unter dem Tische) der 
gleichzeitigen flandrischen Auffassungsweise. Eine ähnliche s. 
Üebereinstimmung zeigt das schöne Bild in S. Spirito zu 
Florenz (Querarm rechts), welches indess aus verschiedenen 
Gründen dem Filippo abgesprochen wird. Madonna hält das 
Kind, welches nach dem Kreuze langt, womit der kleine 
Johannes spielt; von den Seiten treten zwei Heilige heran, 
welche den Donator und seine Gemahlin der heil. Jungfrau 
empfehlen; hinten durch eine Bogenhalle sieht man in eine 
überaus zierliche Landschaft, welche zwar fiorentinischen 
Charakter trägt, aber ganz in fiandrischcr Weise gemalt ist. 
Madonna und die eine Heilige sind, ohne ideale Schönheit, 
doch von grösster Lieblichkeit, die Kinder durchaus naiv und 
amnuthig. Dagegen ist ein echtes Bild des Meisters aus der- 9. 
selben Kirche in den Louvre zu Paris gekommen, Maria 
zwischen Engeln stehend, zu den Seiten zwei anbetende heil. 
Mönche. Es ist eines der ernstern und würdigem Werke, in 
Welchen Filippo noch der Art Masacciois näher steht ü)- 
ä- 133. Von Filippds Schülern steht ihm am nächsten 1, 
FNWCQSCO von Pesello, genannt Pese1li110, 1423 
n, 34? Ueber Staffeleibilder Fra Filippds vergl. Crowe 11. Cß-Vülcilßßllß
        

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