Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1158704
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1159924
Mosaiken. 
Pudenziana, S. Teodoro, etc. in Rom. 
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dem Styl nach jedoch eher an die Zeit nach der illitte des 
VI. Jahrhunderts erinnern. Die Kapvelle beStCht aus einem 
Kuppelgewölbe über vier Rundbogen, deren Untere Fläche 
(Goldgrund) je durch sieben Medaillons mit den Bildnissen 
des Sehr jugendlichen Christus, der Apostel und mehrerer 
Ileiligen auf blaueln Grunde geschmückt ist: Werke, welche 
den 13 Rundbildern von S. Vitale noch ziemlich nahe stehen, 
in der Ausführung aber flüchtiger und geringer sind. Die 
Mitte der mit Goldgrund belegten Kuppel nimmt ein grosses 
Medaillon mit dem Nlonogramme Christi ein; dasselbe wird. 
durch 4 einfach anmuthige Engelfiguren getragen, welche je 
aus den 4 Zwickeln des Gewölbes emporsteigen. In den 
4 Zwischenräumen befinden sich die geflügelten Zeichen der 
Evangelisten, welche reichgeschmückte Evangelienbücher tra- 
gen. Der Löwe des Marcus zeichnet sich aus durch die bei- 
nah menschliche Bildung seines Kopfes.  Ein breiter Durch- 
gang führt in einen hintern Raum, der mit einem Tonnen- 
gewölbe bedeckt ist. Die Vögel und Blumen auf Goldgrund, 
Welche dasselbe zieren, sind schon sehr roh und umrissartig be- 
handelt und mögen Wohl einer noch spätern Epoche angehören. 
ä. 17. Diesen Werken schliesst sich an, was in Kons tan- 
tinopel, und zwar in der Sophienkirche, aus der Epoche 
J ustinians erhalten ist. Die Mosaiken der Sophienkirche 
scheinen zum Theil in die Zeit der ersten flerstellung, A. 538 
bis 563 zu fallen, zum Theil sind sie jünger. Seit Umwand- 
lung der Kirche zur Moschee sind sie mit einer Tünche be- 
deckt, doch war die letztere bei dem jüngst erfolgten Restau- 
rationsbau auf kurze Frist weggenommen; bei dieser Gelegen- 
heit ist eine Anzahl von ihnen nachgebildet und nachher in 
gediegenen Blättern veröffentlicht worden. Das grosse Bild 
in dem Mittelraume der Kuppel, Christus als Weltenrichter, 
haben wir theils dem angeführten Werke v. Quasfs, theils de1- "B8- 
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in Ravenna die Zeit vor 526 an-     
w) In dem Werke von Salzenberg: „Altchnstl1che Baudenkmale m 
Konstantinopel." 
Knglvr Malerei I. 6
        

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