Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1158704
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1159537
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Buch 
Cliristl. 
Alterthum. 
und bildete das Monogramm so:  In noch andern Bil- 
dungen erscheint dasselbe in dieser Weise: )Q und  Auch 
fügte man dem Monogramm öfter das mystische A und O 
der Apokalyse hinzu: A )R Q. 
 Unter den eigentlich künstlerischen Symbolen sind als 
die Wichtigsten die folgenden hervorzuheben: 
Das Lamm, Zunächst Christus bezeichnend, der an ver- 
schiedenen Stellen des neuen Testaments, mit Bezug auf das 
Opfer, zu dem er selbst sich hingab, unter diesem Bilde an- 
geführt wird. Zugleich aber ist das Lamm auch das Symbol 
der Jünger Christi, da er selbst sie öfter als seine Heerde be- 
nannt hatte.  Der Weinstock, nach dem von Christus 
gebrauchten Ausdrucke, der sich den Weinstock und seine 
Jünger die Reben nennt.  Der Fisch, allgemeines Sym- 
bol für die Jünger Christi, aber ebenso auch für ihn selbst. 
Zunächst vielleicht in Nachwirkung der antiken Symbolik, 
in der der Fisch das Element des YVassers bezeichnet, was 
hier als WVasser des Lebens (der Taufe) gefasst wurde. 
Dann mit näherem Bezug auf die Worte Christi, der seine 
Jünger zu „Menscheniischern" zu machen verhiess. Das vor- 
züglichste Gewicht aber legte man hierbei auf ein naiv mysti- 
sches Buchstzxbenspiel, indem man in den einzelnen Buch- 
staben des Wortes IPCOYS (Fisch) die Anfangsbuchstaben 
des Namens Christi und derjenigen Worte, welche seine gött- 
liche Sendung bezeichneten, wiedergegeben fand: ilryooüg 
Xgmzög ("Je-ob Yiög Stunk: (Jesus Christus Gottes Sohn 
Heiland).  Das Schiff, die Kirche bezeichnend, Welche 
man der Arche Noalfs verglich.  Der Anker, unmittel- 
bar an das vorige Symbol sich anschliessend, auch oft von 
einem Fisch (Delphin) umschlungen, oder von zwei Fischen 
begleitet, Sinnbild der Standhaftigkeit, des Glaubens, der 
Hoffnung.  Die Taube, Symbol der christlichen Sanft- 
muth und Liebe, zugleich auch (nach der Vision des Täu- 
fers) des heiligen Geistes; hie und da auch mit einem Oel- 
Zweig (Noahstaube) als Bild der Hoffnung und Erlösung. 
 Der Phönix und der Pfau, Symbole der Unsterblich- 
keit.  Der Hahn, Symbol der Wachsamkeit.  Die
        

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