Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1158704
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1159481
Erstes 
Buch. 
Die 
Kunst 
des 
christlichen 
Alterthums. 
Erster 
Abschnitt. 
Der 
spätrömische 
Styl. 
ä. 1. Die griechische Kunst war aus dem Boden der 
religiösen Anschauung des Volkes erwachsen. Die Künstler 
hatten den Göttern Gestalt, ausgeprägten Charakter, wirk- 
liches Dasein gegeben. In dem Standbilde des olympischen 
Zeus, Welches Phidias geschaffen, war der Vater der Götter 
selbst in die Erscheinung getreten; Wer starb, ohne ihn ge- 
sehen zu haben, war nicht selig zu preisen. Die Kunst der 
Griechen War eine Art priesterlicher Thätigkeit. Wie sie den 
Schleier des Geheimnisses lüftete, welches die Gottheit ver- 
barg, so war es ihr Amt, zugleich auch den Erscheinungen 
des irdischen Daseins eine höhere, religiöse Weihe zu er- 
theilel-L Das Bildniss war kein gemeines, zufälliges Abbild 
der Natur; es gab den1 Dargestellten das Gepräge der 
Heroen, es erhob ihn in ihren Kreiß. 
Die Römer hatten mit den griechischen Landen auch 
die gesammte griechische Cultur, auch die griechische Kunst 
erobert und Sieh dienstbar gemacht. Im Gefolg ihrer Le- 
gionen breiteten sie dieselbe über die damals bekannte Welt
        

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