Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1158704
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1162365
Duccio 
VOD 
Siena. 
325 
sutti"). Früher schrieb man sie einem ilorentinischen Mo- 
saicisten Gaddo Gaddi (T 1312) zu, von welchem noch Ein-- 
zelnes in der Kuppel der Taufkirche von Florenz, eine Him- 
melfahrt Mariä im Dom zu Pisa, und eine Krönung Mariä. 
in der innern Lunette des Iiauptportals am D081 Zu FIQPCIIZ 
vorhanden ist. Letztere Mosaiken vereinigen die sorgfältigste 
byzantinische Behandlung (z. B. zierlich aufgehöhte Goldlichter) 
mit der schönen und würdigen Auffassung des Cimabue, 
Welcher mit dem Maler befreundet war.  Dagegen zeigt 5. 
das Mosaik der Chornische von San Miniato al Monte 
über Florenz vom Jahre 1297 (wenn die betreffende Inschrift 
richtig gedeutet wird), dass es in der Nähe des Cimabue ein- 
zelne Maler gab, welche dem byzantinischen Styl unverwandt 
anhingen und sich über die Beschränktheit desselben auf 
keine Weise erhoben. Christus, im morosesten byzantinischen 
Typus gebildet, thront zwischen den vier Zeichen der Evange- 
listen auf einer grünen WViese; links mit ausgebreiteten Hän- 
den steht die Madonna, nicht ohne eine gewisse starre Grazie, 
rechts der h. Miniatus, welcher Christo eine Krone darbringt. 
Die Ausführung ist höchst sorgfältig, die Goldschrafürungen 
der leblosen Gewänder von grosser Zierlichkeit. Nur die 
Thiere, namentlich die zahlreich auf der Wiese vertheilten 
Vögel zeigen eine für diese Zeit höchst auffallende Natur- 
treue. 
ä. 98. Ebenfalls zur Richtung des Cimabue gehörig, 1- 
aber ungleich weiter entwickelt, erscheint D u ccio, der Sohn 
des sienesischen Bürgers Buonins e gna. Aus den über ihn 
vorhandenen Documenten geht hervor, dass er bereits im 
Jahre 1282 ein zu Siena ansässiger Maler war, dass er im 
Jahre 1308 die Anfertigung einer grossen Tafel für den 
Hauptaltar des Domes von Siena übernommen und dieselbe 
im Jahre 1311 vollendet hattew"). Diese Tafel, welche bei 
ü) Dem jedoch neuere Forscher (neben Gaddo Gaddi) die 
sonst dem Giotto zugeschriebenen Bilder in der Oberkirche zu Assisi 
zuertheilen. Vergl. Cr. u. Cavalcas. I. 219 ff. 
H) Fr. K. im Tüb. Kunstblatt 1827, N0. 49-51.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.