Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1158704
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1159270
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Franz 
Theodor 
Kugler. 
land dem sich zur Entdeckungsreise Rüstenden doppelt in- 
teressant, Wurde nun im Auftrage der Gesellschaft für pom- 
merische Geschichte und Alterthumskunde, deren Mitglied er 
war, auffs gründliehste untersucht. Aus dem einfachen Ver- 
zeichniss der Denkmäler wurde eine geordnete "Pornmerisehe 
Kunstgeschichte" (Stettin 1840), welche als das Muster einer 
solchen „Provinzabsuchung", wie die Kunstgelehrten diese 
Wissenschaftlichen Streifzüge zu nennen pflegen, gelten darf. 
Denn sie fasst das gesammte Culturleben ins Auge und bei 
der Sattelfestigkeit des Verfassers in allen Künsten verfolgt 
die Darstellung die Spuren aller mit gleich scharfem Auge 
und hebt überall von der ältesten bis auf die neueste Zeit 
die Wesentlichen Erscheinungen klar hervor. Von eigener 
Hand reich illustrirt und mit einem Nachtrag (1853) versehen, 
ist die "Pommerische Kunstgeschichte" in die „Kleinen 
Schriften" (I, 652) aufgenommen worden. 
Musik und Dichtkunst waren bei diesen Arbeiten aller- 
dings etwas in den Hintergrund getreten. Kugler liebte aber 
Abschlüsse, und so erschienen seine "Gedichte" (Stuttgart 
und Tübingen 1840) in Einem Bande gesammelt. Nach der 
italienischen Reise War Geibcl in sein Haus getreten, dessen 
ipoetische Erstlinge unter dem Namen Ludwig Horst in 
Chamissds "Musenalmanach" erschienen. Es bildete sich 
bald ein näheres Verhältniss zwischen dem jungen Dichter 
und dem älteren scharfblickenden und erfahrenen Kenner und 
Vertrauten der Künste. Chamisso und Gaudy waren ge- 
sterben; Hitzig wurde durch Augenleiden und andere Krank- 
heiten, wie regen Geistes er auch blieb, doch in etwas dem 
literarischen Verkehr entzogen und beschränkte sich gern auf 
sein Zimmer; so war allmählich der künstlerisch-gesellige 
Verkehr in die obern Gemächer seines Hauses gezogen, 
welche von seinen Kindern bewohnt Wurden. Jacob Burck- 
hardt, Geibel, Luise Kugler (Franz Kuglefs Schwester, als 
Aquarellmalerin ausgezeichnet), später- Paul Heyse, der 
dann sein Schwiegersohn wurde, und andere bildeten einen 
angenehmen Kreis, der sich allabendlich zusammenfand. 
Mit Geibel unternahm der rüstige Wanderer auch eine
        

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