Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1158704
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1162099
Zweiter 
Abschnitt 
der 
Kunst 
des 
Mittelalters : 
Der 
romanische 
Styl. 
ä. 89. Die italienische Malerei im XI. Jahrhundert, bei 
Welchem wir hier wieder anknüpfen müssen, War getheilt 
zwischen einem einheimischen, überaus verwilderten Styl und 
dem ebenfalls tief gesunkenen byzantinischen, welcher im 
Ganzen die Überhand hatte. Aber seit dem Ende jenes 
Jahrhunderts begann für das politisch zerrissene und unter- 
drückte Land eine Epoche nationaler Erhebung, welche über 
kurz oder lang auch in der Kunst ein neues und eigenthüm- 
liches Leben höherer Art erwecken musste. Die römische 
Kirche erhob sich aus langer, zum Theil selbstverschuldcter 
Erniedrigung zur Herrscherin des Abendlandes; sie schuf 
Rom von Neuem zum Mittelpunkt der Welt, und gab dem 
Volke der Halbinsel wieder ein nationales Selbstgefühl; zu- 
gleich erwachte in Ober- und Mittelitalien ein selbständiges, 
namentlich städtisches Dasein, welches sich im Kampfe gegen 
die fremde Macht siegreich bewährte. Langsam, aber un- 
verkennbar drang nun auch in der Kunst ein neuer, selbst- 
ständiger Styl durch, dessen Anfänge mit dem XIII. Jahr- 
hundert eine bestimmtere Gestalt gewinnen. Der Hergang 
des Einzelnen bei dieser Entwickelung ist völlig dunkel; wir 
sehen nur soviel, dass je nach den lokalen Bedingungen hier 
früher, dort später, der byzantinische Styl mit dem alteinhei- 
mischen, langobardischen, zu einem neuen Ganzen sich ver-
        

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