Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1158704
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1161939
282 
Buch II. 
Der Norden. Gothischer Styl. 
Mittelalter. 
8. alle und jegliche Fesseln abzuwerfen.  Die Aussenseiten 
der Flügel, Wovon jede drei Apostel und einen andern Hei- 
ligen (S. Benedict und S. Bernhard) unter goldenen Baldachi- 
nen enthält, befinden sich in der Münchner Pinakothek (N0. 
1 und 2, dort „Wilhelm" genannt). Es sind dieselben 
schweren Formen und unschönen Charaktere der Köpfe, 
welche sich in den Idealliguren des Mittelbildes bemerklich 
machen; namentlich fällt hier eine knollige Bildung der Nase 
auf, welche mehrern Kölnern jener Zeit. eigen, bei Stephan 
aber nur andeutungsweise vorhanden ist. 
1. ä. 82. Andere mehr oder weniger ausgezeichnete Bilder 
von Nachfolgern und Schülern des Stephan befinden sich zu 
Köln in den Sammlungen der HH. Schmitz, Essingh, 
Kerp u. a., sowie in einigen Kirchen der Stadt und 
der Ümgegend. (In der Kirche zu Altenberg an der Lahn, 
auf dem Nonnenchor eine Anbetung der Könige; in der 
Pfarrkirche zu Münstereiflel, an den eisernen Thüren des 
Reliquienkastens, zwei handwerksmäissig gemalte Heilige; 
2. u. a. m.)  Aus der ehemaligen Boissereeischen Sammlung 
ist eine höchst anmuthige Himmelfahrt Mariä und zwei aus- 
gezeichnete Tafeln auf Goldgrund, mit S. Gereon und S. 
Mauritius nebst ihren Gefährten in die Moritzkapelle zu Nürn- 
3. berg übergegangen. Mehreres beiindet sich im Museum von 
Berlin, u. a. zwei grosse Tafeln mit der Findung des Kreuzes 
und der Anbetung der Könige, worin die noch sehr befange- 
nen kölnischen Köpfe und Bewegungen mit den in flandrischer 
Pracht behandelten Gewändern auffallend contrastiren.  
4. Zwei Tafeln mit je vier weiblichen Heiligen im Museum von 
Darmstadt (aus Seligenstadt stammend) zeigen wenigstens in 
den Köpfen kölnischen EinHuss und in der sehr vollen Ge- 
5. wandung das allgemeine gothisehe Stylprincip.  Zu den 
bedentendern Miniaturen im Style der Kölner Schule dieser 
Zeit scheinen diejenigen zu gehören, welche ein in der Pan. 
linisehen Bibliothek zu Münster (früher in der dortigen Dom- 
bibliothek) befindliches Missale in reicher Folge schmücken"). 
Vgl. 
Becker, 
im Museum, 
1835, N0. 
491 
391
        

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