Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1158704
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1159201
Franz 
Theodor 
Kugler. 
sich zu wenig nach missen; vielmehr versenkte er sich wieder 
in die eigne innere Welt, in der noch Alles im Schwanken 
und Suchen war und nlaghte auch an sich die Erfahrung, 
dass der Berufsfrage durch Grübelei allein nicht beizukßmmen 
sei. Er kehrte also im Herbst wieder nach Berlin zurück, 
um die Arehitekturstudien fortzusetzen, richtiger Wol, um 
Wieder in sein Element zu kommen, welches ihn dann auch 
bald in seiner ganzen mächtigen Fülle und Anziehung wieder 
umüutete_ Neben den Studien unter Ritter, Bernhardi, F. v. 
Raumer und Böckh begann all jenes poetische, musikalische 
und künstlerische Treiben in den alten, hier und da erweiterten 
Kreisen von neuem; ja, der Anschluss an die bildende Kunst" 
wurde noch fester. Sehr ernsthafte Modellstudien mit den 
Malern wurden unternommen, und die Seele und das be-- 
Wegende Element aller jener schönen Künstlerfeste, von denen 
man die altern Künstler noch erzählen hört, War neben 
seinem Freunde Reinick: Franz Kugler. Bei diesen Gelegen- 
heiten entstanden auch die heitern Künstlerlieder, die von 
den beiden Freunden später ihrem „Liederbuch für deutscher 
Künstler" (Berlin 1833) eingereiht wurden. 
Die drei Künste, die sich um den jungen Architekten 
stritten, vereinigen sich friedlich in dem (Berlin) 1830 erschie- 
nenen nskizzenbuch". Compositionen Lleindscher und Cha- 
missdscher Lieder und phantastische, arabeskenhafte Radirungen 
von Kuglefs eigener Hand sind hier den Liedern eingewebt,. 
die bei aller Traumhaftigkeit der Romantik die einfachsten, 
gesundesten, innigsten Naturlaute enthalten. In Versen und 
Tonweisen klingt das deutsche Volkslied vorzugsweise durch; 
aber seine Seele, nicht jene äusserliche Convention der Form. 
Zu derselben Zeit legte ein Heft ,',Denkm'aler der bildenden 
Kunst im Mittelalter in den preussischen Staaten" (Berlin 
1830) Zeugniss dafür ab, dass sich durch alle heitere Kunst- 
übung das Studium des historischen Mittelalters mit still ge- 
pflegter Neigung hindurchzog. Denn nicht blos copirte und 
facsimilirte er die geliebten Miniaturen in den Bilderhand- 
schritten, sondern „ein bis zum Eigensinn gesteigerter Drang 
trieb ihn an, gerade auch auf dem Boden der berliner Gegend,
        

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