Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1158704
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1160742
Wandmalerei 
des 
und 
Jahrhunderts. 
163 
junge Künstler begleiten mussten, welche AlleS, was er von 
Schönen VVerlien antrai, nachbildeten; allein gewiss hat er 
die freie Schöpfung weder sich noch Andern versagt, wo Sie 
sich darbot. Man bewunderte vorzüglich die glänzenden 
Wand- und Deckengemälde des Hildcsheimer Domes und die 
gemalten Islandschriften, die unter seinem Einfluss entstandenäl). 
Auch sein Nachfolger S. Godehard war Freund der Kunst 
und der Künstler und hatte einen ausgezeichneten Maler von 
Vornelimer Abkunft um sich, Namens Buno.  Für die Ma- 8 
lerei in den Rheinlanden und WVestphalcn geben verschiedene 
Manuscripte der Doin- und der Stadtbibliothek zu Trier, 
für die sächsische mehrere Evangeliztrien im Schatze (ler 
Kirche zu Quedlinburg, in der kaiscrl. Bibliothek zu Paris, 
der Irlerzoglir-hen in Gotha Anschauungen, In Lüttich liess 9 
Bischof Eberhard  972) die Chornische der Paulskirehe mit 
den WVundern des h. Martinus ausschmüoken; einer seiner 
Nachfolger, Bischof Balderich tT 1018) wusste einen vornehmen 
italienischen Maler Johannes so sehr an Lüttich zu fesseln, 
dass derselbe sein späteres Leben daselbst zubrachte und ihm 
beim Bau der dortigen Jakobskirehe mit Rath und That zur 
Hand war, auch die Chorschranken mit Gemälden versah. 
Kaiser Otto III. hatte den Künstler durch eine besondere 
rlhordnung aus Italien zu sich berufen, damit er den Dom 
von Aachen (welchen Theil desselben, lassen wir dahingestellt) 
ausmale, und als das Werk zu allgemeiner Bewunderung 
vollendet War, belohnte er ihn durch ein Bisthum in Italien. 
Allein das Ansuchen eines dortigen Grossen, Johannes solle 
seine Tochter heirathen, bewog diesen sein Amt aufzugeben 
und nach Deutschland zurückzukehren, worauf er seinen 
Wohnsitz in Lüttich nahm. Der. Styl des Johannes War, wie 
auch sonst im damaligen Italien, ohne Zweifel der byzan- 
tinische, dessen zierliche, aber leblose Bestimmtheit und 
glänzende Technik dem Kaiser besser gefallen mochte als die 
4a) S_ die vita S, Bernwardi (von dessen Erzieher und Beichtvater 
Thangmar vor 1027 vollendet) am besten bei Pertz, monmn. Bd. VI. 
11W
        

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