Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1158704
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1159089
heilen zu dürfen. Die scheinbaren Vortheile, Welche die Ein-- 
theilung in italienische und ausseritalienische Malerei für den 
Handgebrauch darbot, schienen uns minder wichtig als die 
Anforderungen höherer geschichtlicher Art, Welche eine syn- 
chronistische Anordnung, nicht mehr ausschliesslich nach 
Völkern, sondern nach dem innern Zusammenhang der Ent- 
wickelung verlangten. Wenn man bloss die höchst bedeuten- 
den Unterschiede zwischen der italienischen und der ausser- 
italienischen Dlalerei zu Anfang des XVI. Jahrhunderts im 
Auge hat, so mag die Trennung in zwei Hälften räthlich 
scheinen, im Hinblick auf das Vorhergehende und das 
Folgende aber gewiss nicht. Das XVII. Jahrhundert z. B. 
wird doch erst recht verständlich, wenn man die italienischen 
Eklektiker und Naturalisten mit den Spaniern und Nieder- 
ländern zusammenfasst. Zu grösserer Bequemlichkeit des 
Nachschlagens wird überdiess ein kurzes Verzeichniss der 
Schulen mit dem zweiten Bande nachfolgen. 
Das Material, aus welchem ich (wo meine eigene An- 
schauung nicht ausreichtc) das neu ItIinztxgekommene _ent- 
nahm, ist von sehr verschiedener Art; ausser den Werken 
von Schnaase, Waagen, Passavant, Emeric-David, 
Grüneisen, Kinkel u. A. m. kamen besonders eine Reihe 
werthvoller Mittheilungen in den letzten Jahrgängen des 
Cottaischen Kunstblattes in Betracht, worunter diejenigen von 
Passavant, YVaagen, E. Förster, Gaye und Andern 
mir am förderlichsten gewesen sind; aus GayeÜs Carteggio 
sind die bedeutendem Thatsachen nachgetragen; für Spanien 
ist Viardot, für Brabant Hymans benützt. Es lag eine 
nicht unbedeutende Schwierigkeitdarin, Ergebnisse so ver- 
schiedenen Ürsprunges in die Sprache eines schon vorhan- 
denen Werkes zu übersetzen und zugleich noch eine Menge 
Aufzeichnungen des ursprünglichen Verfassers, sowie zahl- 
reiche eigne Reisenotizen damit zu einem Ganzen zu ver- 
schmelzen. Sollte ich hie und da das Wesentliche aus jenen 
Mittheilungen nicht richtig herausgefunden haben, so bitte 
ich die geehrten Herrn, welchen die Wissenschaft diese Be- 
reicherungen verdankt, zum Voraus um freundliche N achsicht-
        

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