Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1158704
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1159063
VII 
andre Richtung aufgefasst und behandelt war, musste allmäh- 
lig nachlassen. 
Ich selbst hatte für diese Fortentwickelung möglichst 
thätig mitzuwirken gesucht. Meinem „Handbuche der Kunst- 
geschichte" (1842) lag vornehmlich schon jene freiere, zu- 
nächst aus der allgemeinen kunst- und culturhistorischen Be- 
trachtung hervorgehende Auffassungsweise zu Grunde. Es 
ist die Tendenz, die ein höherer Meister der Wissenschaft 
in jenen Worten ausgesprochen hat, welche wir dieser zwei- 
ten Autlage der Geschichte der Malerei, um wenigstens das 
neue Streben möglichst bestimmt anzudeuten, als Nlotto vor- 
zusetzen gewagt haben. 
Die Abfassung einer neuen Aufiage der Geschichte der 
Malerei war bereits seit einiger Zeit nöthig_ geworden. Wie 
die betreffenden Theile des allgemeinen Handbuches der 
Kunstgeschichte dazu schon eine Vorarbeit enthielten, so War 
ich auch im Uebrigen nicht müssig gewesen, zu diesem Be- 
huf zu sammeln. Neben den vielfachen Mittheilungen Andrer 
hatte ich selbst auf mehreren neueren Reisen, und namentlich 
bei einem längeren Aufenthalt in den Gegenden des Mittel- 
und Niederrheins, mancherlei eigenthümliche Beobachtungen 
über dort Vorhandenes anstellen können. Indess traten 
äussere Verhältnisse ein, die es mir unmöglich machten, selbst 
Hand an die umfassende Arbeit zu legen. Ich musste die- 
selbe" andern Händen übergeben. Nach manchen vergeblichen 
Versuchen war es mir endlich vergönnt, in dem gegenwär- 
tigen Bearbeiter des Buches einen befreundeten Stellvertreter 
zu finden, dem die Arbeit mit voller Zuversicht zu übertragen 
War und der, mit meinen Ansichten und meiner gesammten 
Auffassungsweise schon seit längerer Zeit vertraut, zugleich 
ebenso viel selbständiges und eigenthümliehes Wissen hinzu- 
trug. Üeberall sind wir bemüht gewesen, uns durch gemein- 
schaftliche Berathung über die vorzunehmenden Veränderungen 
und Hinzufügungen möglichst zu verständigen.  
So kann ich zum Schlusse nur den Wunsch aussprechen, 
dass das Buch in dieser seiner veränderten Gestalt auch den 
veränderten Ansprüchen der Zeit genügen und dass ihm,
        

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