Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1158704
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1160008
Zweiter 
Abschnitt. 
Der 
byzantinische 
Styl. 
s. 21. Der Beginn des byzantinischen Styles wird ge- 1.- 
wöhnlich früher angenommen als hier geschieht, etwa mit 
dem V. Jahrhundert. Die Gründe, welche uns bewegen, von 
dieser Eintheilung abzugeben, wurden oben angedeutet; die 
Kunst scheint uns bis zu Anfang des VII. Jahrhunderts, so 
weit damals noch römische Bildung lebte, in Osten und 
Westen wesentlich eine und dieselbe gewesen zu sein und 
desshalb keinen andern Namen als den einer spätrömischen 
oder altchristlichen Kunst im Allgemeinen zu verdienen. 
Wenn schon im V. und VI. Jahrhundert die Grundlagen des- 
jenigen Styles hervortreten, welchen später vorzüglich die 
Kunst des oströmischen Reiches ausgebildet hat, so dürfen 
wir doch im V. und VI. Jahrhundert noch nicht von einem 
oströmisehen oder byzantinischen, sondern nur von einem 
spätrömischen Styl sprechen, welcher der ganzen alten Welt 
gemein war, soweit das römische Leben nicht durch allzu- 
starke Vermischung mit Germanen war gebrochen worden. 
Erst nach der Mitte des VI. Jahrhunderts zersetzte sich 
dieser Zustand der Dinge. Das oströmische Reich erhielt 
unter dem Kaiser Justinian diejenige Ordnung und Gestalt, 
welche ihm in den folgenden Jahrhunderten geblieben ist, 
und auch in geistiger Beziehung scheint erst von da an das 
byzantinische Wesen seine völlig ausgebildeten Formen ge-
        

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