Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1015573
VODI 
zur 
bis 
des 
Mitte 
Juhrh. 
47 
Spanische 
in seinem 
Kirche schon besassßß) 
Wachsen aufzuhalten. 
zu 
mindern 
oder 
ihn 
auch 
nur 
Wie natürlich dies Alles war, erhellt auch aus einer andern 
nicht uninteressanten Thatsache. Im Allgemeinen zeichnete Sieh 
das 17. Jahrhundert durch einen Aufschwung der weltlichen Lite- 
ratur in Europa aus, in dem die kirchlichen Theorien bei Seite 
gelassen wurden; die eingreifendsten Schriftsteller, wie Baco und 
Descartes, waren Laien, und der Kirche eher feindlich als freund- 
lich gesinnt, schrieben sie aus rein weltlichen Gesichtspunkten. 
Aber in Spanien trat eine solche Aenderung nicht ein. 97) In diesem 
Lande hielt die Kirche ihre Macht sowohl über die höchsten als 
über die niedrigsten Güter fest. Der Druck der öiientlichen Mei- 
nung war so stark, dass Schriftsteller jedes Grades stolz darauf 
waren, sich zum geistlichen Stande zu zählen, für den sie mit 
einem Eifer fechten, der des finstersten Mittelalters würdig war. 
96) „Deux millions de ducats, que le clergä possädait sous le rägne de Charles V, 
ötaient räputäs comme m1 revenu exorbitant; et, un demi-siöcle plus tard, lorsque ces 
revenus säälevaient ä huit millions, on qualiüait (Phörätique, toute proposition tendante- 
ä opärer quelque modiücation dans leur accroissement." Semperc, Monarchie Espagnole, 
II, 16. 
97) ln einem Werk über die Spanische Literatur, das vor 70 Jahren erschien und 
bedeutendes Anfsehn machte, wird dies frei zugestanden, gereiche aber Spanien eher 
zur Ehre, da es Philosophen hervorgebracht, die viel tiefer auf das Wesen der 
Dinge eingegangen seien als Baeo, Descartes und Newton, die zwar gescheidte Männer, 
aber mit den grossen Denkern der Halbinsel nicht zu vergleichen seien. Solche 
Versicherungen nicht eines unwissenden Veräehters der Naturwissenschaft, der etwa 
verachtet, was er sich nie die Mühe gegeben zu stüdiren, sondern eines wirklich 
unterrichteten und in gewisser Hinsieht eompetenten Mannes, sind für die .Ge- 
schichte des Denkens bedeutend; und da das Buch nicht sehr bekannt ist, will ich 
einige Auszüge geben. vüonüesan los Franeeses con ingenuidad que Descartes fue un 
novelista; y con todo eso quieren hacerle pasar par el promoter de 1a. filosofia en 
Europa, como si su filosofia se desemejase mucho de 1a que dominaba en las seetas 
de la antigüedad. Su tratado 'Del met0do' es nada en comparacion de los libros 'De 
1a corrupciou de las artes' de Juan Luis Vives, que le antecediö buen ndmero de 
aüos." Omcion Apoloyätica par la Espaüa y au Märito Literario pw D. J. I). Ferner, 
Madrid 1786. p. XI. „No hemos tenido en los efeetos un Cartesio, no 1m Neutön; 
demoslo de barato: pero hemos tenido justisimos legisladores y excelentes filösofos 
practicos, que han preferido el inefable gnsto de trabajar en beueiicio de 1a humanidad 
i: 1a ociosa ocupaciou de ediiiear mundos imaginarios en 1a soledad y gilengig de 1m 
gabinete," p. 12. "Nada se disputaba en Espaüa," p. 61; und p. 143 ist ein Vergleich 
zwischen Baco und Vives angestellt, der p. 146 dahin entschieden wird, Vives geniesse 
"Ulm gloriosa superioridßd Sobre todos los sabins de todos los siglos." 
        

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