Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1015560
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des 
Geschichte 
Span. 
Geistes 
sein, diesem schrecklichen Zustande abzuhelfen. Je reicher die 
Kirche wurde, desto grösser wurde der Reiz für den Laien ein- 
zutreten; und der Aufopferung des weltlichen Interesses schien 
kein Ziel zu sein. 95) Ja, so rasch die Bewegung auch ging, so 
entschieden regelmässig verlief sie und wurde durch eine lange 
Reihe früherer Verhältnisse erleichtert. Seit dem 5. Jahrhundert 
hielt der Lauf der Ereignisse, wie wir schon gesehn, unverändert 
diese Richtung ein und sicherte den Priestern eine Herrschaft, die 
kein andres Volk geduldet haben würde. S0 war der Sinn des 
Volks vorbereitet, und "es sah Allem was vor-ging schweigend zu, 
wäre es doch gottlos gewesen sich ihrn zu widersetzen! Denn, 
bemerkt ein Spanischer Historiker, jeder Vorschlag galt für ketze- 
risch, der darauf ausging, den unerhörten Reichthum, welchen die 
collegiate churches; thus, also, the diocese, of Galahorra numbered 18,000 chaplains, 
Seville 14,000. How uselessly the ministers of religion were multiplied, will appear 
still more clearly from the fact that the cathedral of Seville alone had a hundredx 
when half-a-dozen woulrl assuredly have been sufflcient for the public ofiices of devo- 
tion." Dunlzcmäs Hislory of Spam, V, 274. Nach Davila, wie wir ihn, Anmerkung 93, 
citirt, waren in den zwei Diöcesen von Calahorra und Pampelona. 24,000 Geistliche. 
95) „Entre tanto crecia. por instantes y se aumentaba prodigiosamente el poder y 
1a autoridad de 1a iglesia. Sus pingües riquezas desmembraban de una manera eon- 
siderable las rentas de 1a corona; y el estado eclesizistico, que muchos abrazaron en 
un principio ä conseeuencie. de las desgracias y calzunidades de 1a epoea, fue despues 
el mas solicitado por las inmensas ventajas que ofrecia su condicion comparada eou 1a 
de las clases restantes." Antequera, Ifisloria de Za Legislacion, p. 223, 224. Siehe 
auch in Oampomanes, zlpendioe (i la Edzwacion, Madrid 1775-1777, I, 465, und 
IV, 219, die Angabe der Universität Toledo von 1619 oder 1620, dass „,hay dohlados 
religiosos, clerigos y estudiantes; porque ya no lmllan atro moda de vivir, m' de pader 
susiendaraeff Hätte Lafuente diese und gndre Stellen, die ich aus Zeitgenossen so- 
gleich aniiihren werde, gesehen, so würde er sich wohl über diese Zeit viel klarer 
ausgesprochen haben, els er es in seiner neusten glänzenden, aber mangelhaften Ge- 
schichte von Spanien gethan. Ueber den grossen Reiehthum der Klöster im Jahre 1679, 
als das übrige Land in Armuth versunken war, siehe einen Brief datirt Madrid, 
25. Juli 1679, in Dßiumoy, Relation du Voyaye d'Espa_qne, Lyon 1693, II, 251. 
Aber des frühste Zeugniss, das ich gefunden, ist ein Brief aus dem Jahre 1609 von 
Sir Charles Oornwallis, Engl. Gesandten in Madrid, an Prinz Heinrich von England. 
„The fnrniture of their churches here, und the riches and lustre of their sepulchures 
made in every monasteide (the general povertye 01' this kingdome considered), are 
almost incredible. The laity of this nation may say with Davyde (though in another 
sense), 'Zelus domus tuae comedit me:' for, assuredly, the riches 01' the Temporall 
hath in a. mauner all fallen into the monthes and devouring throetes of the Spiritual." 
Wiwwoodk Memorials of Afmirs qf Stute, III, 10, London 1'725, folio.
        

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