Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1015477
des 
bis zur Mitte 
Jahrh  
37 
am. wenigsten schädlich war, wo er am unfahigsten war. Es ist 
hier nicht der Ort, die abscheulichen Prinzipien, zu denen sich 
Georg III. bekannte, an den Pranger zu stellen  die Nachwelt 
wird das Gericht über sie ergehen lassen, vor dessen Strenge 
gleichzeitige Schriftsteller leicht zurückschrecken  aber S0 Viel 
ist gewiss, weder sein eingeschränkter Verstand, noch Seine 
despotische Gemüthsveifassung, noch sein elender Aberglaube, 
noch die unglaubliche Niedertracht des unedlen Wollüstlings, der 
ihm auf dein Throne folgte, waren im Stande, den Gang der 
Englischen Civilisation aufzuhalten, oder die Flut der Wohlfahrt 
Englands zurückzudämmen. Wir gingen frohen Muthes vorwärts 
und kümmerten uns um alles dieses nicht im Mindesten, wir liessen 
uns durch die Abgeschmacktheit unsrer Herrscher nicht aus unserer 
Bahn drangen, denn wir hatten das volle Bewusstsein davon, dass 
wir unser Schicksal in unsrer eignen Hand haben und dass das 
englische Volk in sich selbst _die Hülfsquellen und die Fruchtbar- 
keit des Geistes findet, wodurch allein dieMenschen gross, glück- 
lich und weise zu werden vermögen. 
In Spanien jedoch fiel die Nation sofort in Trümmer, als die 
Regierung ihre Hand erschlaffen liessßs) Während des glücklichen 
73) Ein gclehrter Spanischer Jurist macht einige Bemerkungen, die angeführt zu 
werden verdienen und eine merkwürdige Mischung von Wahrheit und Irrthum ent- 
halten: "Oomment 1a monarchie espagnole fut-elle deehue de tant de grandeur et de 
gloire? Oomment perdit-elle les Pays-Bas et le Portugal dans le dix-septieme siecle 
             
Comment vit-elle disparaitrc plus d'une moitie de sa populatiou? Comment, possädant 
les mines inepuisables du Nouveau Monde, les revenus de Petat n'etaient ä peine que 
de six millions de dueats sous le regne de Philippe IIL? Comment son agriculture 
et son industrie furent-elles ruinäes? et comment presque tout son commerce passe-t-il 
dans les mains de ses plus grands ennemies? Ce n'est point ici le lieu d'examiner 
les vöritables causes duneimetamorphose si triste; il suffim d'indiquer que tous les 
grands empires contiennent am eux-mövnßs le gefrme de leur dissolution," etc. „D'ailleurs 
les successeurs de ces deux Monarques" (Karl V, und Philipp II.) „u'eurent point 
les memes tulens, ni les ducs de Lerme et d'O1ivares, leurs ministres, ceux du cardinal 
Cisneros; et il est difflcile de calculer Piniiuence de 1a bonne ou de 1a mauvaise 
direction des atfaires sur la prospörite ou les malheurs des nations. Sous une meme 
forme de gouvernement, quel qu'il puisse am, elles tombent ou se reliwent suivant la 
mpacitä des kommes qm," les dirigent, et (Tapres les circonstances oü ils agissent." 
Sempere, Histoire des Cortäs, Bordeaux 1815, p. 265-267. Von den beiden Stellen, 
die ich unterstrichen, ist die erste ein schwerfälliger obwohl gewöhnlicher Versuch, 
verwickelte Erscheinungen durch ein Metapher zu erklären, wodurch man sich die 
Mühe spart, ihre Gesetze aufzufinden. Die andre ist zwar für Spanien ganz wahr,
        

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