Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1020658
während 
des 
Jahrh. 
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oder als ähnlich, oder als unähnlichfwo) Sie alle lieferten Hunter 
Prinoipien, von denen aus er deductiv argumentirte und die That- 
sachen der Krankheit zu erklären suchte. Denn nach ihm besteht 
die Krankheit lediglich in einem Mangel an Zusammenwirkung der 
Thätigkeiten des Körpers. 291) Bei diesem Gedankenprocess wurde 
er verleitet, die prädisponirenden Ursachen zu vernachlässigen, auf 
welche die inductiven Pathologen so viel Aufmerksamkeit ver- 
wenden, und mit denen sich die Werke seiner Englischen Zeit- 
genossen so sehr beschäftigen. Diese Ursachen liessen sich nur 
aus der Beobachtung abstrahiren und Hunter nahm keine Rücksicht 
auf sie. Ja er leugnet ihr wirkliches Dasein und behauptet, eine 
prädisponirende Ursache sei einfach eine erhöhte Empfänglichkeit 
für die Bildung einer Neigung zur Thatigkeitm) 
Durch sein Raisonnement aus den Gedanken der Thätigkeit 
und des Mitgefühls eonstruirte Hunter den deductiven oder syn- 
thetischen Theil seiner Pathologie. Dies that er als Schotte, und 
hierauf würde er sich beschränkt haben, hätte er immer in Schott- 
land gelebt. Da er aber 40 Jahre lang von Engländern umgeben 
war und Englische Gewohnheiten in seinen Geist aufnahm, so 
gewann er einen Antheil an ihrer Denkungsweise. Wir linden 
daher, dass ein grosser Theil seiner Pathologie so inductiv ist, 
als der eifrigste Schüler Baco's sie nur wünschen könnte. Und 
990) Huntefs Worlrs, III, 393. 
594) „As every natural action of the body depends, for its perfection, on a number 
of circumstances, we are led to conclude, that all the various combining actions are 
established. while the body is in health, and well disposed; but this does not take 
place in diseased actions, for disease, on the contrary, consists in the want of this 
very combination," Huntefs Works, III, 10. Vergl. I, 310: „I have explained that 
a disease is a disposition for a wrong action, and that the action is the immediate 
effect of the disposition, and that either the actions, or the etfects of those actions, 
produoe the sympioons whiclz are generally called the disease; such as sensations, which 
are commonly pain of all kinds, sickness, alteration visible or invisible in the struc- 
ture of the part or parts that act, and sympathy." 
299) "There is no such thing, strictly speaking, as a predisposing cause. What 
is commonly understood by a predisposing cause is an increased susceptibility to form 
djsposition to acüon. When I say I um predisposed for such and such actions, it is 
only that I am very susceptible uf such and such impressions." Huntefs Werks, I, 
303. Siehe auch p. 301; „The most simple idea. I can form of an animal being 
capable of disease is, that every animal is endued with a power of action, and a. sus- 
ceptißility of imprassion, which impression forms a diäposition, which disposition may 
produce action, which action becomes the immediate sign of the disease; all of whioh 
will be according to the natura of the impression and of the part impressed."
        

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