Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1020618
des 
während 
J ahrh. 
551 
mit Dem befassen, was regelmässig, gleichmassig und anerkannten 
Principien unterworfen ist, oder mit dem, was unregelmässig, ge- 
stört und von ihnen abweichend ist. Die erste dieser beiden 
Abtheilungen gehört der Wissenschaft an, die zweite dem Aber- 
glauben. John Hunter fasste den prächtigen Gedanken, beide 
Arten des Gedankens in eine aufzuheben, indem er zeigte, dass 
nichts unregelmässig, dass nichts gestört und dass nichts gegen die 
Naturgesetze in Empörung sei. Vielleicht mögen Jahrhunderte 
verstreichen, ehe diese Auffassung zur Vollendung kommt. Was 
aber Hunter dazu geleistet hat, stellt ihn an die Spitze der alten 
und der neuern Pathologen. Denn bei ihm hiess Wissenschaft der 
Pathologie nicht die Gesetze der Krankheit beim Menschen allein, 
nicht bei allen Thieren, selbst nicht im ganzen Reich 'der Orga- 
nismen, sondern sie hiess die Gesetze der Krankheit und Miss- 
bildung in der ganzen materiellen Welt, der organischen und der 
unorganischen. Sein grosser Gegenstand war, eine Wissenschaft 
des Abnormen zu gründen. Er beschloss, die Natur als ein weites, 
vereintes Ganzes zu betrachten, das zwar zu verschiedenen Zeiten 
verschiedene Erscheinungen dar-böte, aber in allem Wechsel ein 
Princip gleichmässiger, ununterbrochener Ordnung bewahre, keine 
Abweichung zulasse, keine Störung erfahre und keine wirkliche 
Unregelmässigkeit darstelle, wenn auch für das gewöhnliche Auge 
Unregelmassigkeiten im Ueberfluss vorhanden waren. 
Wie die Pathologie die Wissenschaft war, der Hunter sich am 
meisten hingab, so war sie es auch, in der seine natürliche Neigung 
zur Deduction ammeisten hervortrat. Hier finden wir weit mehr als in 
seinen physiologischen Forschungen den Wunsch vorherrschend, Grund- 
principien, aus denen er argumentiren konnte, zu vervielfältigen, ganz 
im Gegensatz zu der inductiven Methode, welche immer darauf ausgeht, 
diese Principien durch allmahlige Analyse zu vermindern. So ver- 
suchte er z. B. in seine thierische Pathologie als ein letztes Princip, 
aus dem er weiter schliessen könne, den Gedanken einzuführen, 
dass sich alle Krankheiten rascher nach der Haut zu entwickelten 
als nach den inneren Theilen zu, vermöge einer verborgenen Kraft, 
welche auch die Pflanzen nöthige, sich der Oberfläche der Erde. 
zu nähern. m) Ein anderer beliebter Satz, den er oft als Obersatz 
the 
m0) "T113 speciiic qualities in diseases also tend more mpidly to the skin than to 
deepef-geated parts, except the canoer; although, even in this disease, the progress
        

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