Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1020531
während 
des 
Jahr-h. 
543 
allgemein zugegeben, aber es wurde erst lange nach seinem Tode 
anerkannt. Diese Anerkennung gebührt vornehmlich dem raschen 
Fortschreiten der organischen Chemie und den Verbesserungen des 
Mikroskops. Denn durch die Anwendung dieser Mittel ist es offenbar 
geworden, dass die rothen Kügelchen, der Respirationsprozess, die 
Hcrvorbringung der thierischen Wärme und die Energie der Be- 
wegungsorgane nur verschiedene Theile eines und desselben Systems 
sind. 26") Ihre Verbindung mit einander ist bewiesen, nicht nur 
(lurch eine Vergleichung verschiedener Species, sondern auch durch 
eine Vergleichung verschiedener Glieder derselben Species. Beim 
Menschen z. B. sind die Bewegungs- und andere thierisehe Functionen 
thatigcr, wenn die Person von sanguinischem, als wenn sie von 
lymphatischem Temperament ist, während bei sanguinischenTem- 
peramenten die Kügelchen zahlreicher sind als bei lymphatischen. 
Die Kenntniss dieser Thatsache verdanken wir Lecanuii") Ihm 
verdanken wir auch eine ähnliche Thatsache zur Bestätigung der- 
selben Ansicht- Er hat gezeigt, dass das Blut der Frauen mehr 
Wasser und Weniger rothe Kügelchen enthält als das Blut der 
Männeiqm) so dass wir hier wiederum das Verhältniss dieser 
Kügelchen zu der Energie des animalischen Lebens erkennen. Da 
diese Untersuchungen jedoch erst viele Jahre nach Huntefs Tode 
gemacht wurden,_so ist das Zusammentreifen derselben mit seinen 
speculativen Schlüssen ein schlagender Beweis für die Kraft seines 
960) Der Beweis ist zusammengetragen in Buclclds Geschichte der Uivilisation, 
Band I, Kap. U, Anm. 30, 31, 32, 33, 34, 35. _ 
am) "Anßording to Lecanu, temperament has an influenee upon the composition of 
the blood. He infcrs from his analyses that the blood of lymphetic persons is pnorer 
in 501111 cnnstituents, und especiully in blood eorpuscules, than that of persnns of san- 
guineous temperament, while the qnantity of albumen is mnch the snme in both." 
Sianonäs Animul Ulwnzistry witlz referenoe to tke Physiology und Putlwlogy of Man, 
London 1845, I, 236, Vergl. Thomsorfs Ohemistry ofAnimal Bodies, Edinburgh 1843, 
p. 370.  
202) Simon's Animal Ulwnzistry, I, 234, 235". Spätere Experimente haben dies 
bestätigt.  proportion of red globules dried to 1000 parts of blond, is in healthy 
n1a1es estimated a1: 127 parts by Andral and Gavarret; lower and higher ügures have 
been given by other analysts, but this probably is the result of somewhat different 
modes of proceecling. In females the 111111101450" of 930ml" 58 lowcr- Becquerel Md 
Rodier make the rliiference to be about 15 Parts Per 1000." Jones und Sievekinyis 
Paymlogiwl Anatomy, London 1854, p. 23. Daher die grössere specifisehe Schwere 
des männlichen Blutes. Siehe die interessanten Resultate von Dr. Davy's Experimenten 
in pcwyfs Physiologioal und Anatomical Rcsearclaes, London 1839, II, 32.
        

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