Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1020378
während des 
Jahrh. 
527 
Manche von Cullen's Ansichten waren aus Hoifmann und 
manche von den Thatsachen aus Gaubius genommen; dass seine 
Pathologie aber als Ganzes wesentlich originell ist, zeigt sich in 
einer gewissen Einheit des .Plans, welche sich mit einem Plagiat 
im grossen Styl nicht verträgt und beweist, dass er seinen Gegen- 
stand selbst gründlich durchdacht hatte. Ohne mich jedoch dabei 
aufzuhalten, wie viel er von Anderen entlehnte, will ich nur kurz 
einige von den Hauptpunkten seines Systems andeuten, damit der 
Leser seinen allgemeinen Charakter verstehen kann.  
Nach Cullen sind alle festen Theile des menschlichen Körpers 
entweder einfache Theile oder Lebenstheile. Die einfachen festen 
Theile behalten nach dem Tode die Eigenschaften, welche sie im 
Leben besassen, aberdie soliden Lebenstheile, die den Grund- 
bestandtheil des Nervensystems ausmachen, zeichnen sich durch 
Eigenschaften aus, welche gleich nach dem Eintreten des Todes 
verschwinden. m) Die einfachen festen Theile, die weniger Functionen 
haben als die vitalen, haben daher auch weniger Krankheiten; und 
die Krankheiten, denen sie unterworfen sind, lassen sich leichter 
klassiiiziren. 21") Die wahre Schwierigkeit liegt in den vitalen festen 
Theilen, denn von ihren Eigenthümlichkeiten hängt das ganze N erven- 
system ab, und fast alle Störungen entspringen unmittelbar aus 
Veränderungen in ihnen. Oullen machte daher das Nervensystem 
zur Basis seiner Pathologie; und bei der Speculation über seine 
Functionen wies er den Hauptplatz einem verborgenen Princip 
an, welches er die animalische Kraft oder Energie des Gehirnes 
as incorrect und hypothetical as any other." Oullenis Werks, I, 410.- Und 470, „I 
have, therefore, assumed the general principles of Hoßmann. And, if 1 have rendered 
them more eorreet, aml more extensive in their applieation, and, more particularly, {f 
I lwwc avoided mtroduciazg tlw mzmy hypothietical dactrines of tlw Ifuonoral Patlmlogy 
wbich diarjigured boik in's am! all tlw other systems tlmt lnwe lbitherto premiled, Ihope 
I shall be excused for attempting a. System, which, upon the whole, may appear new." 
918) „Tl1e solid parts of the body seem to be of two kinds: one whose proporties 
are the same in the dead as in the living, and the same in th'e animate as in mauy 
inanimate bodies; the other, whose properties appear only in living bodies. In the 
last, v. peculiar organization, or addition, is supposed. to take place; in opposition to 
which the first are called the simple solids. Of these only, we shall treat here; and 
of the others, whieh may be called vital solids, being the fundamental part of the 
nervous System, we shall trxeat under thut title in the following section." Culleyfg 
Werks, I, 10.  
M9) Diese Krankheiten sind Lockerheit, Schlaffheit etc. Siehe die Aufzählung „of 
the diseases of the simple solids," in Oullerfs Works, I, 14.
        

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