Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1020256
des 
ihrend 
J ahrh. 
515 
So viel über die Leistungen der Schotten in der Wissenschaft 
vom Unorganisehen. Wenden wir uns jetzt zu der Wissenschaft 
von dem Organischen, so finden wir auch dort ihre Arbeiten höchst 
bedeutend. Denen, die sich zu einer gewissen Höhe und Weite 
des Gedankens zu erheben vermögen, wird es im höchsten Grade 
wahrscheinlich dünken, dass zwischen der organischen und unor- 
ganischen Welt kein wesentlicher Unterschied bestehe. Dass sie, 
wie mankgewöhnlich versichert, durch eine scharfe Trennungslinie 
geschieden seien, welche ankündige, wo die eine plötzlich endige 
und dieandere plötzlich beginne, scheint mi1' eine ganz unhaltbare 
Annahme zu sein. Die Natur hält nicht inne und bricht nicht in 
dieser launischen und unregelmässigen Weise ab. In ihren Werken 
ist keine Lücke und kein Riss. Einem wahrhaft wissenschaftlichen 
Geiste stellt sich die Aussenwelt als eine gewaltige ununterbrochene 
Reihe dar, die sich allmählig von den niedrigsten zu den höchsten 
Formen erhebt, ohne je irgendwo inne zu halten. An einer Stelle 
jener Reihe finden wir eine besondere Bildung, welche wir an einer 
andern, so weit unsere Beobachtungen jetzt reichen, nicht finden 
können. Wir bemerken auch besondere Functionen, die jener 
Bildung entsprechen, und wie wir glauben, aus -ihr entspringen. 
Dies ist Alles was wir wissen; jedoch aus diesen spärlichen That- 
sachen sollen wir, die wir jetzt noch in der Kindheit unseres Wissens 
sind und erst an der Ober-Bäche der Dinge geschöpft haben, den 
Schluss ziehen, dass es in der Kette des Daseins einen Punkt geben 
müsse, wo Bildung und Function plötzlich aufhören, und hinter 
dem wir vergebens nach Leben suchen. Es lässt sich kaum ein 
Schluss denken, der dem ganzen Gange und der ganzen Analogie 
des modernen Denkens stärker widerstrebte. In allen Fächern 
gehen die Speculationen der grössten Denker beständig dahin, alle 
Phänomene zu coordiniren und sie zwar als verschieden dem Grade 
nach, aber keineswegs als verschieden der Art nach zu betrachten. 
Früher begnügte man sich damit, seine Ueberzeugung von der 
Verschiedenheit in der Art auf den Augenschein zu gründen, wo 
man bei einer flüchtigen Betrachtung in einigen Körpern Organi- 
sation entdeckte, in andern nicht. Aus der Organisation schloss 
man auf das Leben und nahm an, dass Pllanzen z. B. Leben 
hätten, Mineralien aber nicht. Diese Schlussfolgerung wurde lange 
goldenen Lettern 
graben lassen. 
über 
Portalen 
den 
der 
Royal Society und 
der 
Royal 
ein- 
Institution 
33a
        

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