Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1020148
504 
des 
Untersuchung 
Schott. 
Geistes 
Oberfläche der Gewässer bewegt, sondern durch Stürme zerrissen 
wurde. In ihrem Spiel und in ihrem Widerstreit erzeugte sich das 
Leben, und Piianzen und Thiere traten hervor. Die mächtige Ein- 
öde bevölkerte sich allmählig, das Meer zog sich langsam zurück 
und es wurde die Grundlage zu der Periode, gelegt, wo der Mensch 
die Bühne betritt und die rohen Anfänge socialer Ordnung und 
Verbesserung mit sich bringt. m) 
Dies waren die Hauptgesichtspunkte eines Systems, welches 
in der gelehrten Welt, das dürfen wir nicht vergessen, einen grossen 
Einiiuss ausübte und Geister von bedeutendem Gewicht für sich 
gewann. Irrig und weit hergeholt, wie es ist, hatte es doch das 
Verdienst die Aufmerksamkeit auf eins der beiden Hauptelemente 
zu lenken, welche den gegenwärtigen Zustand unseres Planeten 
hervorgebracht haben. Es hatte ferner das Verdienst, eine Streit- 
frage ins Leben zu rufen, welche den Interessen der Wahrheit 
äusserst dienlich war. Denn der grösste Feind des Wissens ist 
nicht der Irrthum, sondern die Trägheit. Alles, was wir brauchen, 
ist die Erörterung; (lann sind wir sicher, dass Alles in Ordnung 
kommt, wenn wir auch noch so viel Versehen machen. Ein Irrthum 
bekämpft den anderen, jeder zerstört seinen Widersacher und die 
Wahrheit springt hervor. Dies ist der Verlauf menschlicher Geistes- 
entwickelung, und unter diesem Gesichtspunkt sind die Urheber 
neuer Ideen, neuer Vorschläge und neuer Ketzereien die Wohl- 
thäter des Mensehengeschlechts. Ob sie Recht oder Unrecht haben, 
das ist das Wenigste. Sie wirken zur Apfstachelung des Geistes, 
sie bringen seine Kräfte in Thätigkeit; sie regen uns zu neuer 
Forschung an; sie bringen alte Gegenstände unter neue Gesichts- 
punkte; sie stören die allgemeine Trägheit und unterbrechen unsanft 
475) „Une mer universelle et tranquille däpose en grandes masses les roches primi- 
tives, roches nettement cristallisäes, oü domine d'abord 1a silice. Le granit fait 1a base 
de tout; au granit suecäde le gneiss, qui n'est qu'un granit commenqant ä. se feuil- 
leter."    "Des agitations intestines du liquide dötruisent une partie de ces premiers 
däpöts; de nouvelles roches se forment de Ieurs däbris röunis paf des cimens. C'est 
parmi ces fempötes que nait 1a vie."     „Les eaux, de nouveau tranquillisäes, mais 
dont le contenu a changä, däposent des couches moins äpaisses et plus variöes, oirles 
däbris des corps vivans süzccumulent successivement dans un ordre non moins fiie que 
celui des roches qui les contiennent. Eniin, 1a derniöre retraite des eaux räpand sm- 
le continent d'immen_ses alluvions de matiäres meubles, premiers siäges de 1a vägätation, 
de 1a eulture et de 1a soeiabilitä." Eloge de Werner, in Ouvier, Recueil des Eloges 
Historiques, II, 321ä-323_
        

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