Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1020086
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Untersuchung 
des 
Schott. 
Geistes 
Einem Manne, der solche Ansichten verfocht, sind wir sehr 
verpflichtet. Aber sie waren damals, und in einem gewissen, ob- 
gleich weit geringeren Grade sind sie noch immer so entschieden 
jenseit des Gebietes physischer Erfahrung, dass Leslie sie nie auf 
dem Wege, den die inductive Philosophie vorschreibt, hätte abs- 
trahiren können. Sein grosses Werk über die Wärme wurde nach- 
der entgegengesetzten Methode entworfen und ausgeführt, m6) und 
seine Vorurtheile über diesen Punkt waren sehr stark. S0 ver- 
sichert uns sein Biograph, er wolle BacdsVerdienst, die inductive 
Methode in ein System gebracht zu haben, gar nicht anerkennen, 
und halte nichts von einem Manne, dem wir in England eine 
willige, und ich hätte fast gesagt kneehtische Huldigung zollen.  
Ein anderes merkwürdiges Beispiel von der Geschicklichkeit, 
womit der Schottische Geist ein Prinzip, wenn er es einmal ergriffen, 
deductiv verarbeitete, zeigt sich in den geologischen Speculationen 
Hutton's am Ende des 18. Jahrhunderts. Es ist bekannt, dass die 
beiden grossen Machte, die den Zustand unseres Planeten verändert 
und ihn zu dem gemacht haben, was er ist, Feuer und Wasser 
sind. Eine jede von ihnen hat eine so bedeutende Rolle gespielt, 
dass wir kaum ihre verhaltnissmässige Bedeutung abmessen können. 
Wenn wir jedoch nach der jetzigen Erscheinung der Erdrinde 
uitheilen Wollen, so haben wir Grund zu glauben, dass die älteren 
Felsen vornehmlich das Produet einer Schmelzung und die jüngeren 
wässeriger Niederschlag sind. Es ist daher nicht ilnwahrseheinlich, 
dass in der Ordnung, in welcher die Naturkrafte sich entfaltet haben, 
das Feuer dem Wasser voraufging und sein nothwendiger Vorläufer 
warum) Aber Alles, was wir mit Recht behaupten können, ist, dass 
arrangements, excrt such varying energies, and so like scnsation maß, as if fully un- 
veiled to our eyes, eould not fail strike us with womler and surprise." 
465) Napicr, in seinem Life cf lleslie, p. [7, sagt darüber sehr ernsthaft: "It's 
hypotheses are not warranted by the scher maxims of- inductive. logic." 
467) "Notwithstanding the eontrary testimony, explieitly recorrled by the founders 
of the English experimental school, he deuied all merit and intluence to the immortal 
delineator of the inductive logic." NapierÄs- Lzfe of Leslie, p. 42. 
463) Die Annahme, dass vulkanische Kräfte früher mächtiger als 'jetzt gewesen, 
ist keineswegs mit der wissenschaftlichen Lehre von der Gleichförmigkeit unvereinbar, 
obwohl sie gewöhnlich .so angesehen wird. Es ist etwas anderes, die Gleichförmigkeät 
der Naturgesetze, und etwas anderes, die Gleichfönnigkeit natürlicher Ursachen zu 
behaupten. Hitze kann einst viel grössere Wirkungen hervorgebracht haben als jetzt, 
und doch die Naturgesetze unverändert und die Ordnung und Folge der Ereignisse
        

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