Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1020069
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des 
Untersuchung 
Schott. 
Geistes 
empirisch bestätigt wurde, obgleich er deutlich sah, dass der Gang 
der Entdeckungen über Polarisation die wissenschaftliche Welt zu 
einem Punkte führte, dessen Beschaffenheit sein scharfes Auge er- 
kannt hatte, als er für Andere nur noch ein undeutlicher trüber 
Fleck am fernen Horizonte war. '62) 
Ueber seine Methode versichert uns Lesiie, in der Aufstellung 
seiner Principien, aus denen er philosophirte, habe er grossen Bei- 
stand von der Poesie gehabt. Denn er wisse, dass die Dichter 
auf ihre Weise vollendete Beobachter wären, und dass die Masse 
ihrer Beobachtungen einen Schatz von Wahrheit bildeten, welche 
keineswegs den Wahrheiten der Wissenschaft nachstünden, und 
deren die Wissenschaft sich entweder bedienen müsse, oder durch 
deren Vernachlässigung sie zu leiden haben werde. m3)  Diese 
Wahrheiten richtig anzuwenden und sie zu den Zwecken der 
Naturforschung brauchbar zu machen ist ohne Zweifel eine sehr 
schwierige Aufgabe, denn sie erfordert nichts Geringeres, als zwi- 
schen den streitenden Ansprüchen der Gemüthsbewegungen und des 
Verstandes die Wage zu halten. Wie alle grossen Unternehmungen 
ist es ein gefahrvolles, und ein gewöhnlicher Geist würde sicher 
damit scheitern. Zwei Umstände jedoch machen es in unserer Zeit 
weniger gefährlich als in irgend einer früheren Periode. Der erste 
m) Im Jahre 1814, also 10 Jahre nach der Publicirnng seines grossen Werkes 
und etwa 20 Jahre nachdem er es begonnen, schreibt er aus Paris: „My book on 
heat is better known here than in England. I was even reminded of some passages 
in it which in England were considered as fanciful, but which thc recent discoveries 
an the polarity of light have confirnled." Napißfs Memoirs of Lßslic, p. 28, preiixed 
to Lesliefs Philosophical Treaiises, edit. Edinb. 1838. Leslie starb 1832 (p. 40); und 
die entscheidenden Experimente von Forbes und Melloni wurden zwischen 1834 und 
1836 gemacht. 
m) „The easiest mode of conceiving the subject, is to consider the heat that 
permeates all bodies, und unites with them in varions proportious, as merely the subtlc 
fluid of light in a state of combination. When forcibly discharged, or suddenly elicited 
from any substance, it again resumes its radiant splenmlour."     „The same notion 
was embraced by the poets, and gives sublimity to their iinest odes."     "These 
poetical images which have descended to our own times, were henee founded on a 
close obsewation of nature. Modern philosophy need not disdain to adopt them, and 
has only to expand aud reduce to precision the original conceptions." Lesliäs Treatises 
an Philosophy, p. 308, 309. Und p. 416: „This is not the first occasion in which 
we have to admire, through the veil of poetical imagery, the sagacity and penetration 
of those early sagen. It would be weakness to expect nice conclusions in the infancy 
Of ßßiellßß; but it is arrogant presumption to regard all the etforts of unaided genius 
with disdain."
        

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