Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1019851
während des 
J ahrh. 
475 
mehrung noch einer Verminderung unterworfen werden können. 144) 
Diese grosse Auffassung, welche jetzt die Unzerstörbarkeit der 
Kraft mit der Unzerstörbarkeit der "Materie auf eine Linie stellt, 
hat eine Bedeutung, die weit über ihren wissenschaftlichen Werth 
hinausgeht, so gross dieser ohne Zweifel auch ist. Denn sie lehrt 
uns, dass nichts zu Grunde geht, sondern dass im Gegentheil die 
geringste Bewegung des kleinsten Körpers, in der weitesten Ferne, 
Folgen hervorbringt, die ewig sind, die sich durch alle Raume 
verbreiten, und die zwar umgewandelt, aber nicht zerstört werden 
können; und sie giebt uns daher eine so hohe Idee von dem regel- 
mässigen und nothwendigen Gange natürlicher Dinge, dass sie am 
Ende auch auf andere höhere Facher unserer Forschung Einfluss 
haben muss. Die verschiedenen Felder unsers Gedankens sind so 
mit einander verbunden und so in einander verweht, dass Begriffe 
von Gesetz und natürlicher Verkettung der Dinge in das eine Feld 
der Speculation nicht eingeführt werden können, ohne die anderen 
Felder, die es begrenzen, zu berühren. Wenn daher die neue Lehre 
v_on der Erhaltung der Kraft 145) fest mit der älteren Lehre von 
444) Die Theorie von der Unzerstörbarkeit der Kraft ist von Prof-Faraday auf die 
Gravitation angewendet worden in seinem Discourse an the Uonservation of Force, 1857; 
einer Abhandlung voll Gedanken und Gehalt. Jeder der die Richtung verstehen will, 
welche die höchsten Forschungen der Naturwissenschaft jetzt nehmen, sollte sie sorg- 
fältig studiren. Ich will nur eine Stelle aus dem Eingange anführen, um dem Leser 
ganz abgesehen von der speziellen Frage der Gravitation eine Idee von der allgemeinen 
Tragweite der Abhandlung zu geben. „The progress of the strict scieuce of modern 
times has tended. more and more to produce the conviction that force can ueither be 
created nor destroyed; and to render daily more manifest the value of the knowledge 
of that truth in experimental rcsearch."     "Agreeing with those who admit the 
conservation of force to be a principle in physics, es large und sure as that of the 
indestructibility of matter, or the invariability of gravity, I think that no particular 
idea ef force has a right to unlimited or unqualiüed acceptauce, that does not include 
assent to it."  
445) Zur Verdeutlichung dieser Lehre kann ich nicht besser thun, als folgende 
Stelle eines der anregendsten und klarsten Bücher anführen, die in diesem Jahrhundert 
von einem Englischen Physiker geschrieben worden sind: „Wave your band; the 
motion which has apparently ceased, is taken up by the air, from the air hy the 
Walls of the room, etc., und so by direct anrl reacting waves, continually comminuted, 
but never destroyed. It is true that, at a certaiu point, we lose all means of detecting 
the motion, from its minute subdivision, which deiies our most delicate means of 
 appreciation, but we can indeünitely extend our power of detecting it aecordiugly as 
we eonfine its direction, or increase the delieacy of our examination. Thus, if the 
band be moved in unconiined air, the motion of the air would not be sensible to a 
Person '31; a few feet distance; but if a piston cf the same extent of surfaee as the
        

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