Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1019847
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Schott. 
Untersuchung des 
Geistes 
lassen und mich auf eine Erzählung beschränken, worin nur ihre 
Wissenschaftliche Seite erscheint, damit der Leser sieht, was für 
neue Erwerbungen für unsere Kenntniss der Naturgesetze und auf 
welche Weise sie gemacht wurden. Der Charakter jeder Entdeckung 
und ihr Hergang soll angegeben werden, weiter nichts. Weder hier 
noch sonst wo in dieser Einleitung will ich Fragen von praktischem 
Nutzen untersuchen, oder den Zusammenhang zwischen wissen- 
schaftlichen Entdeckungen und den Kunstfertigkeiien des gemeinen 
Lebens nachweisenl Dies will ich in dem Werke selbst thun_ 
Dort Werde ich eine Menge kleiner socialer Begebenheiten erklären, 
von denen manche als vereinzelt, wenn nicht gar als unvereinbar 
mit einander betrachtet werden. Hier habe ich es nur auf die 
grossen Principien abgesehen, welche die Epochen des Gedankens 
bezeichnen und daher dem ganzen Gebäude der Gesellschaft zum 
Grunde "liegen und die man klar erfasst haben muss, ehe die Ge- 
schichte aufhören kann, eine blos empirische Ansammlung von 
Thatsachen zu sein, deren Wissenschaftliche Grundlage unbestimmt 
und deren wahre Ordnung und Wahrer Zusammenhang daher un- 
bekannt sein muss. 
Unter den Wissenschaften über die unorganische Welt nehmen 
die Gesetze der Wärme einen hervorragenden Platz ein. Auf der 
einen Seite sind sie mit der Geologie im Zusammenhänge, denn 
sie sind aufs Genaueste verbunden, ja sie gehören nothwendig zu 
jeder Speculation über die Veränderungen und den gegenwärtigen 
Zustand der Erdrinde. Auf der andern Seite berühren sie die grossen 
Fragen nach dem Leben, dem thierischen sowohl als dem Pflanzen- 
leben; sie haben mit der Theorie der Species und der Race zu 
thun; sie modificiren den Boden, die Nahrung und die Organisation; 
und von ihnen müssen wir Beistand erwarten bei der Lösung der 
grossen Probleme in der Biologie, welche in den letzten Jahren die 
Aufmerksamkeit der kühnsten und leitenden Denker beschäftigt haben. 
Unsere jetzige Kenntniss von den Gesetzen der Wärme können 
wir kurz als in fünf Abtheilungen auslaufend bezeichnen. Sie sind: 
latente Wärme, specifische Wärme, Warmeleitung, Wärmestrahlung 
und endlich Wellentheorie der Wärme; durch diese letzte entfernen 
wir allmählig unsere alten materiellen Ansichten und gewöhnen uns 
die Wärme einfach als eine von den Formen der Kraft zu betrachten, 
die alle, wie Licht, Elektricität, Magnetismus, Bewegung, Gravitation 
und chemische Verwandtschaft, beständig die eine die Gestalt der 
andern annehmen, in ihrem Totalbet1'age aber weder einer Ver-
        

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