Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1019836
des 
während 
Jahrh. 
473 
Ansichten zu analysiren, fallt unter das Kapitel, welches Baeo als 
anticijvatio naturae verwirft und für den Hauptfeind der Wissenschaft 
erklärt wegen des gefährlichen Vertrauens, das man damit in die 
sich von selbst darbietenden und unbcrichtigten Schlüsse des 
menschlichen Geistes setzt. Wenn wir daher finden, dass Reid die 
Baconische Philosophie als das Muster empfiehlt, dem alle Forscher 
folgen sollten, m) und wenn wir ferner finden, dass Dugald Stewart, 
ein etwas oberllächlicher Denker, aber jedenfalls ein gewissenhafter 
Schriftsteller, annimmt, Reid habe die Baconische Methode ver- 
folgt, 143) so haben wir ein_en neuen Beweis davon, wie schwer es 
den Schotten des letzten Jahrhunderts fiel, den wahren Geist der 
inductiven Logik zu fassen, da sie glauben konnten, dass ein 
System, welches ihre Regeln so offenbar verletzte, ganz nach 
ihnen entworfen worden sei. 
.Von der Geistesphilosophie komme ich jetzt zu der Natur- 
Wissenschaft. Hier, wenn irgendwo sollten wir erwarten, werde das 
inductive Verfahren vorherrschen und über das deductive den Sieg 
davon tragen. Wiefern dies der Fall, werde ich zu zeigen suchen 
durch eine Untersuchung der wichtigsten Entdeckungen, welche von 
Schotten in der organischen und unorganischen Welt gemacht 
worden sind. Undlda ich nur die Richtung und den Charakter 
des Schottischen Geistes nachweisen will, so werde ich alles Ein- 
zelne über den praktischen Erfolg dieser Entdeckungen bei Seite 
mand of. these movßllleilts that grows upon a ehild during the ürst year of life." Bain 
an the Senses und tlw Intellcct, London 1855, p. 292, 293. 
142) Siehe find's Inquiry, p. 4-36, 446, und andere Stellen seiner Werke; siehe 
auch einen Auszug aus einem seiner Briefe an Dr. Gregory, in Stewarfs Biograpkioal 
Memoirs, p, 432. 
m) "T119 idea of prosecuting the study of the human mind on a plAan analogous 
to that which had been so successfully adopted in physics by the followers of Lord 
Bacon, if not ürst coneeived by Dr. Reid, was, at least, first carried snccessfnlly into 
execution in his writings." Stewarths Biograpkical Mevnoirs, p. 419. „The inüuence 
of the general views opened in the lVovum Ovganon, may be traced in almost every 
pugß Of his writings; and, indeed, the cireumstance by which they are so strongly and 
charactelistically distingnished, is that they exhibit the irst systematical attempt to 
exemplify, in the study of human nature, the Same plan of investigation which eon- 
ducted Newton to the properties of light, and to the law of gravitation." p, 421_ 
Aus dieser Stelle könnte. man sich zu der Annahme versucht fühlen, dass Dngald 
Stewart Baeo nicht Iviel besser verstanden habe, als Aristoteles oder Kant Von den 
beiden letztern tiefen Denkern wusste er wenig oder gar nichts, als was er bei andern 
gefunden. Daher unterschätzt er sie.
        

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