Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1019772
während 
des 
J ahrh. 
467 
Im Jahre 1764 veröffentlichte Reid seine "Untersuchung 
über den menschlichen Geist"; und darin und in seinem 
folgenden Werke, betitelt: "Abhandlungen über die Geistes- 
krafte" suchte er die Philosophie Locke's, Berkeleys und Hume's 
zu widerlegen. Und da Hume der kühnste von den dreien war, so 
griff Reid besonders seine Philosophie an. Ueber den Charakter 
dieses Angriffs sind eben einige Belege gegeben worden; aber sie 
betreffen nur seine Absicht und seine Beweggründe, während wir 
jetzt seine Methode, d. h. die Taktik seiner Kriegführung zu unter- 
suchen haben. Er sah ein, dass Hume gewisse Principien an- 
genommen und aus ihnen deductiv auf die Thatsachen geschlossen 
hatte, statt inductiv von den Thatsachen auf sie zu schliessen. 
Gegen diese Methode macht er starke Einwürfe und vielleicht mit 
Recht. Er giebt zu, Hume habe so sicher argumentirt, dass man 
seine Folgerungen zugeben müsse, wenn man einmal seine Vorder- 
sätze zugegeben hättcßß) Aber, sagt er, Humc hatte kein Recht 
so zu verfahren. aEr hatte kein Recht Principien anzunehmen und 
dann aus ihnen zu philosophiren. Zu den Naturgesetzen müsse 
man nicht durch solche Conjecturen, sondern durch geduldige In- 
duction aus Thatsachen gelangen. '16) Entdeckungen hingen gänz- 
lich von Beobachtung und Experiment ab, und jedes andere 
Verfahren könne nur Theorien hervorbringen, welche vielleicht 
geistreich und einschmeichelnd, aber ganz werthlos wären. 117) 
Denn die Theorie müsse sich der Thatsache, nicht die Thatsache 
therefore, as shocking to an ingenuous mind, and, in its consequences, subversive of 
1111 religion, all morals, and all knowledge," etc. Reidie Essays, III, 310. Siehe auch 
I, 313. 
445) „His reasoning appeared to me to be just; there was, therefore, a necessity 
to eall in question the principles upon which it was founded, or to admit the con- 
clusion." Reidhe Inguiry" into tlw Human Mind, p. V. „The received doctnne of 
ideas is the principle from which it is deduced, and of which, inrleed, it seems to be 
a just and natural consequence." p. '53. Siehe auch Reidäv Essays, I, 199, 200, II, 211. 
H") „The laws of nature are the most general facts we can discover in the opera- 
tions of nature. Like other faets, they are not to be hit upon by a happy conjectlue, 
but justly deduced from observation. Like othcr general facts, they are not be drawn 
from a few particulars, but from a eopious, patient, and cautious induction." jgefdq; 
Inquiry into the Häwmm Miml, p. 262, 253. 
m) "Such discoveries have always been made by patient observation, hy accurate 
experiments, or by conclusions drawn by strict reasoning from observations and experi- 
ments; and such discoveries have always tended to refute, but not to coniinn, the 
theories and hypotheses which ingenious men had invented." XReioPs Essays, I, 46. 
30'
        

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