Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1019707
460 
Untersuchuhg 
Schott. 
des 
Geistes 
Diese Sätze, die nicht nur einleuchtend, sondern wahrscheinlich 
auch wahr sind, hätten nach der inductiven Philosophie aus einer 
Uebersicht von Thatsachen abgezogen werden müssen, d. h. aus 
einer Sammlung von Zeugnissen über diesen Zustand der Religion 
undüber das speoulative Vermögen, wie es sich bei wilden Volks- 
stämmen vortindet. Aber dessen enthält sich Hume; er bezieht 
sich auf keinen unter den vielen Reisenden, welche solche Völker- 
schaften besucht haben; ja, im ganzen Verlauf seines Werkes 
erwähnt er kein einziges Buch, in dem Thatsachen über das Leben 
der Wilden aufgezeichnet sind. Ihm war es genug, dass der Fort- 
schritt von dem Glauben an viele Götter zu dem Glauben an einen 
Gott der natürliche wäre, d. h. mit anderen Worten: dies schiene 
ihm der natürliche Verlauf zu sein; 106) damit begnügte er sich. In 
andern Theilen seiner Abhandlung, wo er die religiösen Meinungen 
der Griechen und Römer behandelt, zeigt er eine leidliche, obgleich 
keineswegs bemerkenswerthe Gelehrsamkeit; aber die Stellen, welche 
er anführt, beziehen sich nicht auf die ganz barbarische Gesellschaft, 
in der nach seiner Annahme der Polytheismus zuerst entstand. 
Die Prämissen seines Philosophirens hat er also aus seinem eigenen 
Geiste entwickelt. Er philosophiite deductiv aus den Ideen, die 
sein mächtiger Geist ihm darbot, statt inductiv aus den Thatsachen 
aophical Works, IV, 472. "The primary religion of mankind arises chiefly from an 
anxious fear of future events." p. 498. 
496) „It Seems certain, that, ewcording to the natura! progress of human tkought, 
the ignorant multitude must ürst entertain some grovelling und familiar notion of 
superior powers, before they stretch their conception to that perfect Being who besto- 
wed order on the whole frame of nature. We may as reasonably imagine, tkat man 
inhabited palaces bqfore Izuts und oottuyes, or studied geometry before agriculture, as 
assert that bhe Deity appeared to them a pure spirit, omniscient, omnipotent,' und 
omnipresent, before he was apprehended to be a. powerful though limited being, with 
human passions und appetites, limbs and organs. The mind rises gradually from in- 
ferior to superior. Byyabstracting from what is imperfect, it forms an idea of perfec- 
tion; and slowly distinguishing the nobler partsi of its own frame from the grosser, it 
learns to transform only the former, much elevated und reüned, to its divinity. No- 
thing could disturb this natural progress of thought, but some obvious und invincible 
argument, which might immediately lead the mind into the pure prineiples of theism, 
und make it overleap, at one bound, the vast intewal which is interposed between 
the human and the Div-ine natura. But though I allow, that the oraler and frame of 
19119 ullivßrse, when accurately examined, affords such an argument, yet I am neuer 
thinlr that this consideration could have an inüuence on mankind, when they formed 
their first rude notions of religion." Natural History- of Religion, in Philosopkical 
Works, IV, 438.
        

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