Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1019654
während des 
18. J ahrh. 
455 
und die Art und Weise, wie die Handelsoperationen auf den mensch- 
lichen Charakter wirken und wie er auf sie wirkt, hätte studiren 
können. Er begab sich auf keinen dieser grossen Markte und 
Stapelplätze des Handels, wo die Ereignisse vor sich gingen, die 
er zu erklären suchte. Das war nicht seine Methode. Im Gegen- 
theil, die zehn Jahre, während welcher er daran arbeitete, den 
geschäftigsten Lebenszweig "zu einer Wissenschaft zu erheben, 
wurden in völliger Abgeschiedenheit in Kirkaldy, seinem stillen 
kleinen Geburtsort, zugebracht. 96) Er hatte sich immer durch 
Geistesabwesenheit bemerklich gemacht und war der Beobachtung 
so wenig ergeben, dass er sehr oft vergass, was um ihn her vor- 
ging. 97) Einer solchen Selbstvergessenheit konnte er in der ruhigen 
Umgebung seiner Kindheit sich jetzt ohne Gefahr überlassen. Dort 
enthüllte dieser mächtige Denker zwar unter dem freundlichen 
Eindruck der Gesellschaft seiner Mutter, aber ohne alle Gelegenheit 
die menschliche Natur im Grossen zu beobachten, und weit entfernt 
von dem Geräusch grosser Städte, blos durch die Kraft seines 
eigenen Geistes die zahlreichen, verwickelten Phänomene des 
Reiehthums, entdeckte die Beweggründe, welche das Betragen des 
thatkräftigsten und iieissigsten Theiles der Menschen regeln und 
leiten, und enthüllte die Methoden und die Geheimnisse des geschäf- 
tigen Lebens, von dem er ausgeschlossen lebte; er hatte sich so zu 
96) „Upon his return to England in the autumn of 1766, he went to reside with 
his mother at his native town of Kirkaldy, und remained there for ten years. A11 the 
attempts of his friends in Edinburgh to draw him thither were vain; and. from a kind 
und lively letter of Mr. Hume upon the subject, complaining. that, though within sight 
of him on the opposite side of the Frith of Forth, he could not have speeeh of him, 
it appears that no one was aware of the occupations in which those years wem passed." 
Broughanfs Lüe af Adam Smith, p. 189. Gelegentlich sah er jedoch seine litteralisohen 
Freunde. Siehe Dugald Stcwarfs Biographien! Memoirs, p. 73, Edinb. 1811, 41:0. 
97) "He was certainly not fitted for the geneml commerce of the world, or for 
the business of active life. The comprehensive speculations with which he had been 
oecupied from his youth, und the variety of materials which his own invention con- 
stantly supplied to his thoughts, rendered him habimally inattentive 1:0 familiar objeots 
and to common occurrenees; und he frequently exhibited instances of absenee, which 
have scarcely been sm-passed by the fancy of 11a BWYäYe-" Siewarfs Bioyrßßkißlll 
Memoirs, p. 113. Siehe auch Rahzsagfs Reminiscenoes, 5th edit., Edinb. 1859, p. 236. 
Carlyle, der ihn sehr gut kannte, sagt: „he was the most absent man in company 
that I ever saw, moving his lips, and talking to himself, und smiling, in the midst 
of large companies. Autobiography of tlw Rev. Alexander Oarlyle, 2d edition, Edin- 
burgh 1860, p. 279.
        

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