Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1019264
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Untersuchung 
des 
Schott. 
Geistes 
es ihm nicht; die Vorurtheile seiner Zeit waren zu stark. Doch 
that er Alles, was in seiner Macht stand. Er widersetzte sich dem 
Strom, den er nicht stauen konnte; ergriff an, wasman nicht 
zerstören konnte; und warf mit heftigem Zorne alle die nieder- 
trächtigen Vorurtheile aus seiner Philosophie heraus, welche alles 
Grosse und Edle bedeckt und dadurch lange die Augen des Volks 
geblendet, Vorurtheile, deren Verbreiter das alte verderbliche 
Dogma der sittlichen Entartung wieder in den Vordergrund gestellt, 
unsere Natur als ein Nest von Lastern geschildeit hatten, und 
unfähig gewesen waren, die vielen guten Eigenschaften, die wir 
besitzen, den Geist der Selbstaufopferung und des freien uneigen- 
nützigen Wohlwollens, das immer da gewesen ist, zu erkennen; 
die nicht einsahen, wie viel Gutes selbst die Schlechtesten unter 
uns noch immer an sich haben; und wie unter den gewöhnlichen 
und Durehschnittscharakteren, aus denen die Menschenwelt besteht, 
das Verlangen, Anderen Gutes zu thun, viel häufiger ist als der 
Wunsch, ihnen zu schaden; wie Wohlwollen viel allgemeiner als 
Grausamkeit, und die Menge guter Thaten im Ganzen gegen die 
der schlechten bei weitem überwiegend ist. 26) 
26) „'Tis pleasant to observe how those authors who paint out our nature as a. 
compound of sensuality, selfishuess, und cunning, forget themselves on this subject in 
their deseriptions of youth, when the natural temper is less disguised than in the 
subsequent pzmzs of life. 'Tis made up of many keen, inconstant pussions, many of 
them generous; 'tis fond of present pleasure, but 'tis also profusely kiud and liberal 
tci favourites; careless about distant interests of its own; full of confidence in others; 
studious of praise for kimlness and generosity; prone to friendships, and void of sus- 
picion." Hutckesonk Moral Philosophy, II, 11. "Man are often subjäct to anger, and 
upon sudden provooations do injuries to each other, and that only from self love 
without malice; but the greatest part of their lives is employed in ufüees of natural 
aifection, friendship, innocent self love, or love of a. country." Hutchesanlv Essay an 
the Passiems, p. 97, 98. Und Seite 165: "There ate no doubt mauy furious Starts of 
passion, in which malice may seem to have place in our constitution; but how seldom 
and how short, in cornparison of years spent in Iixed kind pursuits of the goqd of a 
family, a. party, a. country?"     "Hera men are apt to let their ixuagirhtions run 
out upon all the robberies, piracies, murders, perjmies, frauds, massacres, assassinations, 
they have ever either heard of, or read in history; thence concluding all mankind to 
119 very wicked; as if a court of justice were the proper place for making an estimate 
cf the morals cf mankind, or an hospital of the healthfulness of a. climate. Ought 
theY Ilot to eonsider that the number of honest citizens and farmers far surpasses that 
of all sorts of oriminals in any state; and that the iunocent or kind actions of even 
crilninals themselves, surpass their crimes in numbera? That it is the rarity of crimes, 
in eomparison of innocent or good actions, which engages our attentiou to them, und
        

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