Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1019248
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Schott. 
Untersuchung des 
Geistes 
solchem Talent untersuchte er sie, dass er nach der Ansicht eines 
der grössten jetzt lebenden Kenner der Urheber aller derartigen 
Untersuchungen ist; da sein Unternehmen der erste Versuch sei, 
die Schönheit in einem freien und umfassenden Geiste zum Gegen- 
stande einer Wissenschaft zu machen. 21) 
Nicht nur in der Speculation, sondern auch in praktischen 
Rathschlagen verfolgte Hutcheson die nämliche Richtung; überall 
versuchte er das düstere Gebäude des Aberglaubens niederzu- 
reissenßi) Seine Vorgänger und auch noch fast alle seine Zeit- 
genossen von Einfluss stellten das Vergnügen als etwas Unsittliches 
dar, und waren Gegner der schönen Künste, denn diese seien 
gefährlich als Diener unserer Lüste, und durch das Abziehen 
unseres Geistes von anderen Dingen. Hutcheson dagegen erklärte, 
man müsse die schönen Künste pflegen, denn, sagte er, sie sind 
nicht nur angenehm, sondern auch ehrenvoll, und es ist rühmlich 
unsere Zeit auf sie zu verwenden. 23) Uns ist dies freilich ein- 
leuchtend genug, aber in Schottland hatte man eine solche Sprache 
von einem öifentlichen Lehrer lange nicht gehört, und sie stand 
mit den herrschenden Begriffen im entschiedendsten Widerspruch. 
desires, to form them for a private interest; they are {ixed for us by the Author of 
our nature, subservient to the interest of the system; so that each individual is made, 
previously to his own choice, a member of a. great body, and aifeeted with the for- 
tunes of the whole; or at least of many parts of it; nor can he break himself 01T at 
pleasure." Hutchesoofs Essay on the Passions, p. 105, 106. 
21) „Fil1e de 1a seholastique, 1a. philosophie moderne est demeuree longtemps 
etrangäre aux gräees, et les Rechcrclws d'Huteheson presentent, je erois, le premier 
traitä special sur le beau, öerit par un moderne. Elles ont paru en 1725. (Jette date 
est presque celle de Pavänement de Pesthötiqne dans 1a philosophie europäenne. L'ou- 
vrage du pere Andre, en France, est de 1741, celui de Baumgarten, en Allemagne, est 
de 1750. Ce n'est pas nn petit honneur ä Hutcheson (Pavoir le premier soumis Fidöc 
du beau ä nue analyse mäthodique et räguliöre." Cousin, Histoire de la Plailosoplzie, 
premiere serie, IV, 84. 
n) In seiner Schrift Inquiry into Beauiy und Virtue, p. 107, tritt er so voll- 
ständig mit den herrschenden Vorstellungen in Widerspruch, dass er behauptet: "our 
perception of pleasure is necessary, und nothing is advantageous or naturally good to 
us, but whßt is apt to raise pleasure mediately, or immediately." Vergl. was er S, 91 
sagt über "snperstitious prejudices against aetions apprehended as oHensive to the 
Deity." 
u) "Hence a. taste for the ingenious arts of musick, seulpture, painting, und even 
fOT 19119 manly diversions, is reputable." Hutchesoniv Moral Pkilosoplzy, I, 83. S. 129 
sagt er „that in them our time is agreably and honourably employed." Siehe auch 
II, 115. 
        

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