Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1019233
während des 
Jahrh. 
413 
So hohe Begriffe von Freiheit wie diese waren dem Lande 
weit voraus, in dem sie ausgesprochen wurden, und konnten nur 
auf wenige denkende Männer Einfluss üben. Diese und ähnliche 
Lehren wurden jedoch von Hutcheson Jahr für Jahr in seinen 
Vorlesungen wiederholtßl) Und auffallend genug müssen sie er- 
schienen sein. Bei Denen, welche sie aufnahmen, zerstörten sie 
vollständig den theologischen Geist, der Duldung für gottlos erklärte, 
und in seinem Bestreben den menschlichen Geist in den Grenzen 
vergangener Ansichten festzuhalten es für Schuldigkeit hielt, die 
Uebertreter dieser Grenzen zu züchtigen. Im Gegensatz mit dem 
führte Hutcheson die Elemente der Untersuchung, der Prüfung und 
des Zweifels ein. Seine Philosophie ist noch in einem anderen 
Punkte als der Anfang der grossen Empörung des Schottischen 
Geistes merkwürdig. Wir haben im letzten Kapitel gesehen, wie 
es den Lehrern des Volks gelungen war, die Doctrinen der finster- 
sten Aseetik einzuprägen, und wie natürlich diese-aus der über- 
mässigen Autorität der Kirche entsprangen. Diesen Ansichten bot 
Hutcheson tapfer die Stirn. Er nahm mit Recht an, eine Bewun- 
derung aller Art von Schönheit sei nicht nurireine Sünde, sondern 
gehöre wesentlich zur Vervollkommnung eines wohlgeordneten 
Geistes; und der originellste Theil seiner Philosophie sind seine 
Untersuchungen der Thätigkeit und des Ursprungs unserer Ideen 
über diesen Gegenstand. Bisher hatte man die Schotten gelehrt, 
die Erregungen des Schönheitsgefühls entsprängen aus der Ver- 
derbniss unserer Natur und müssten unterdrückt werden. Hutcheson 
dagegen behauptete, sie seien an sich gut und gehörten in das 
allgemeine Getriebe menschlicher Angelegenheiten, wo sie ein 
specielles und wissenschaftliches Studium verdienten. 2") Und mit 
vanity that any man should assume to himself to be wiser than they in tenets of 
religion by differing from them." Hutchesorfs Moral Philosophy, I, 167. 
49) „As he had oecasion every year in the course of his lectures to explain the 
origin of government, und compare the different forms of it, he took peculiar care, 
while on fhat subjeet, to inculcate the importance of civil and religious liberty _to the 
happiness of xnankind." Leevkmaafs Lqfe of Hutcheson, p. XXXV, preüxed to Hut- 
chesolfs Moral Philosophy. 
9D) „The irleas of beauty and harmony, like other sensible ideas, are necessarily 
Pleasant to us, as well as immediately so." Hwtvke-Yvrfs Inquiry into our Ideas of 
Eßuuty und Virtue, p. 11. „Our sense of beauty seems designed to give us positive 
Ploasure." p. 71. "Beauty giveg n fßvourable presumption of good moral disposition." 
P- 257. "Bat it is plain we have not in our power the modelling of our seuses or
        

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