Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1019130
des 
während 
J ahrh. 
403 
verfolgte, von dem aber unsere Bridgeivater Treatises, unsere 
Preis-Abhandlungen und ähnliche Schülerarbeiten nur armselige 
und unfruchtbare Nachahmungen sindJ) Kein grosser Denker 
folgt jetzt noch diesem Plane in den Sachen der Religion. Im 
Gegentheil, sie ziehen eine Methode, die zugleich sicherer und 
philosophischer ist, vor, behandeln diese Gegenstände auf transcen- 
dentalern Boden und bekennen oEen, dass sie sich von der in- 
ductiven Philosophie, welche im Fache der Wissenschaft so ent- 
schiedene Triumphe erfochten hat, nicht ergreifen lassen. 
Der Gegensatz beider Methoden und die Unbrauchbarkeit der 
inductiven Methode für theologische Zwecke ist einleuchtend, und 
so ist es nun nicht auffallend, dass die Schotten die eine dieser 
Methoden mit grossem Eifer und fast mit ganzlichem Ausschluss 
der andern ergriffen haben. Schottland folgte, weil es wesentlich 
theologisch war, der theologischen Methode. Die geistige Ge- 
schichte dieses Landesi im 17. Jahrhundert ist fast ausschliesslich 
eine Geschichte der Theologie. Mit der einzigen Ausnahme Napiefs, 
der in der Mitte des 16. Jahrhunderts geboren wurde, waren alle 
die kräftigsten Denker Gottesgelehrte. In der Naturwissenschaft 
geschah fast gar nichts. 2) Es gab keine Poesie, kein Drama, 
i) Ich sage dies natürlich nur hinsichtlich ihres theologischen Gehaltes. Einige 
von den Bridgewater Trentises, z. B. BelPs, Buckland's und Proufs hatten zur Zeit 
ihres Erscheinens grosses wissenschaftliches Verdienst und können selbst jetzt noch 
mit Nutzen studirt werden; aber das Religiöse darin ist erbärmlich und beweistfent- 
weder dass sie nicht mit ihrer Seele bei der Sache waren, oder dass ihnen der Gegen- 
stand zu hoch war. Jedenfalls hoffen wir, nie wieder Männer von solchem Range sich 
als Advocaten vermiethen zu sehen, um für Honorar gewisse Ansichten zu verfechten. 
Es ist wirklich eine Schande, so grosse speculative Fragen zu einer Geldsuche zu 
machen, wo denn jeder mit vielem Gelde und wenig Witz so viel Individuen als er 
Lust hat bestechen kann, das Ohr des Publikums für seine Ansichten einzunehmen, 
statt solche Fragen einer ehrlichen interesselosen Untersuchung zu unterwerfen mit 
dßr Absicht, die Wahrheit ans Licht zu bringen.  
2) „It is humiliating to have to remark, that the notices of comets which we 
derive fmm Scoteh writers down to this time (1682) contain nothing bnt accounts of 
the popular fancies regarding them. Praetical astronomy secms to heve then been un- 
known in our country; and hence, while in other lands, men were carefully observing, 
computing, und approaching to just conclusions regarding these illustrious strangers 
0T the sky, our diarists could only tell us how manY 911'118 lollä theY Seemed 150 be, 
what efects were apprehended from them in the way of war and pestilence, and how 
eertain pious divines, 'improved' them for spiritual ediiication. Early in this century 
Scotland had produßed 0116 grßat philosopher, who had supplied his craft with the 
mathematical instrument, by which complex Problems, Buch ß-S lihe movernent of comets, 
26m
        

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