Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1019095
des 
Während 
Jahrh. 
399 
Schotten in der Knechtschaft gehalten wurden, und dass sie durch 
und durch an Leib und Seele zu Sklaven geworden waren. 
Was brauche ich noch weiter zu sagen! Was brauche ich 
noch für Beweise beizubringen, um den wahren Charakter einer 
der abscheulichsten Tyranneien ins Licht zu setzen, die je auf der 
Erde gesehen worden sind? Als die Schottische Kirche auf der 
Höhe ihrer Macht stand, gab es keine Anstalt  vergebens sehen 
wir uns in der Geschichte darnach um  die ihr die Wage hielte, 
ausser der Spanischen Inquisition. Zwischen beiden ist eine genaue 
und innige Verwandtschaft. Beide waren unduldsam, beide' waren 
grausam, beide bekämpften die schönsten Anlagen der mensch- 
lichen Natur und beide zerstörten jede Spur von religiöser Freiheit. 
Ein Unterschied jedoch von grosser Wichtigkeit bestand. Im 
Politischen war die Kirche in Spanien servil, in Schottland re- 
bellisch. Daher hatten die Schotten immer eine Richtung, in der 
sie mit ungezügelter Freiheit sprechen und handeln konnten. In 
der Politik fanden sie einen Ausweg. Hier waren ihre Gedanken 
frei. Und dies war ihre Rettung. Dies ersparte ihnen das Schicksal 
Spaniens; es sicherte ihnen die Ausübung der Fähigkeiten, die 
sonst eingeschläfert sein würden, wenn sie nicht gar durch die 
lange schwächende Knechtschaft gänzlich zerstört worden wären, 
worin die Geistlichkeit das Volk hielt und aus der ohne dies gün- 
"stige Verhaltniss kein Entrinnen möglich gewesen wäre.
        

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