Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1018985
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Untersuchung 
Schott. 
des 
Geistes 
diente, sondern auch die Gewohnheiten vorsichtig zu sein und für 
die Zukunft zu sorgen beförderte, welche mit der völligen Er- 
gebung in den göttlichen Willen unverträglich sind. Mehr haben 
zu wollen, als nothwendig wäre sich am Leben zu erhalten, galt 
für eine Sünde und Thorheit und für eine Verletzung der Unter- 
würügkeit, die wir Gott schuldig sind. 194) Dass es seinem Wunsche 
zuwider sei, konnte man ausserdem aus der Thatsache sehen, dass 
er geizigen und habsüchtigen Menschen freigebig Reichthümer ver- 
lieh; ein merkwürdiger Umstand, und nach der Ansicht der Schot- 
tischen Gottesgelahrten bewies er, dass er die Reichthümer nicht 
liebte, sonst würde, er sie so niedrigen und schmutzigen Personen 
nicht geben. 195) 
Arm, schmutzig und hungrig zu sein, das Leben im Elende 
hinzubringen und es mit Angst zu verlassen, mit Geschwüren und 
m) Diese Theorie ist in Oockbuwfs Jacob's Vow, or Man's Felicity und Duiy, 
p. 71-75, weiter ausgeführt. Er sagt: "And certainly to crave and be desirous of 
more than what is competent for the maintenance and Support of our lives, is both 
inconsistcnt with that dependence and subjection we owe to God, Wand doth also be- 
speak a great deal of vanity, folly, and inconsiderateness." Boston greift die Vorsorge 
für die Zukunft bei den Wurzeln an, sie, die doch die erste und wichtigste Maxime 
in aller bürgerlichen Klugheit ist und ganz besonders civilisirte und barbarische Na- 
tionen von einander unterscheidet, und fragt seine Zuhörer: „Why should men rack 
their heads with eures how to provide for to-morrow, while they know not if they 
shall then need anything? BostonKv Human Natura in zits" Four-fold Stute, p. 300. 
Hutcheson hält dafür, wer sich so gottloser Vorsorge schuldig mache, verdiene zu ver- 
hungern. "When men are not content with food and rayment, but would still heap 
up more, it is just with God to leave them not so much as bread; and to suffcr men 
to have an evil eye upon them, and to pluck at them, even so long as they have 
meat." Huickesoafs Exposition qf the Boolc of Job, p. 296. Binning geht noch weiter 
und droht mit der ewigen Verdammniss. „Ye may have things necessary herc, -food 
aud raiment; and if ye seek more, if ye will be rich, and will have superfluities, 
then ye,shall fall into many temptations, snares, and hurtful lusts which shall drown 
you in perdition." Binningk Sevjmons, III, 355. 
495) „If God loved riches well, de ye think he would give them so liberally, and 
heap them up upon some base covetous wretches? Surely no." Bmningäs Serßnons, 
III, 366. Gray bringt in seinem Eifer gegen den Reichthum eine andere Lehre vor, 
die ich sonst nirgends gefunden zu haben glaube. Er sagt: „Al1 that the owner of 
riches hath, is, the seeing of them; which a man, who is a passer hy, may likeways 
have, though he be not possessor of them." Gragfs Spirituell Warfare, p. 123. Ich 
hoife der Leser wird mich nicht in Verdacht haben, dass ich boshafter Weise irgend 
eine von diesen Stellen mir selbst ausgedacht. Die Bücher aus denen sie citirt sind, 
befinden sich alle, mit zwei oder drei Ausnahmen, in meiner Bibliothek, und wer 
sich dafür interessirt, kann sie selbst nachschlagen.
        

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