Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1018724
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des 
Untersuchung 
Schott. 
Geistes 
der Teufel sei immer und in Person bei der Hand, er verfolge sie, 
spreche mit ihnen und versuche sie. Da gab es kein Entrinnen. 
Sie mochten gehen wohin sie wollten, er war da. Ein plötzliches 
Geräusch, ja. selbst der Anblick eines unbelebten Gegenstandes, 
wie eines Steines, konnte diese Vorstellungen wieder beleben und 
die Sprache, die sie von der Kanzel gehört, ihnen ins Gedäohtniss 
zurückrufen. 92) 
Und es ist nicht zu verwundern, dass es so war. Ueber ganz 
Schottland wurden die Predigten fast ohne Ausnahme nach dem- 
selben Plane eingerichtet und verfolgten denselben Zweck. Furcht 
zu erregen war ihre Hauptabsichtfß) Die Prediger rühmten sich, 
es sei ihre eigenste Aufgabe den Zorn und die Flüche des Herrn 
von der Kanzel zu donnern. 94) In ihren Augen war die Gottheit 
99) Ein Schulmeister, der seine religiösen Erfahrungen berichtet (Wodroufs Ana- 
lecta, I, 246), sagt: „lf any thing had given a knock, I would statt and shiver, the 
seeing of a dogg made me aifrayed, the seeing of a stone in the fcild made me affra- 
yed, and as I thought a voicc in my head saying, 'It's Satan." 
93) Nur wer stark in der theologischen Literatur jener Zeit belesen ist, kann sich von 
dieser fast allgemein herrschenden Richtung derselben einen Begriff machen. 120 Jahre 
lang crtönton die Schottischen Kanzeln von den furchtbarsten Anklagen. Die Sünden 
des Volkes, die Rache Gottes, die Geschäftigkeit Satans und die Strafen der Hölle 
waren die Hauptgegenstände. In dieer Welt wurde nnvermeidlichcs Unheil aller Art 
angekündigt; dies war gleich bei der Hand; dies Geschlecht, ja noch dieses Jahr viel- 
leicht sollte nicht ohne die ärgsten denkbaren Unglücksfälle vergehen; und sie würden 
das ganze Land treffen. Ich will nur den Eingang zu einer Predigt anführen, die ich 
jetzt vor mir habe, aus "dem Jahr 1682, und die kein geringerer Mann gehalten als 
Alexander Peden. „There is thrce or fonr things that I have to tell you this day; 
und the flrst is this, A bloody sword, a bloody sword, a bloody sword, for thee, O 
Scotland, that shall reach the most part of_ you to the very heart. And the seeond 
is this, Many a mile shall ye travel in thee, 0 Scotland! and shall see nothing but 
waste places. The third is this, The most fertile places in thee, O Scotland! shall 
be waste es the mountain tops. And fourthly, The women with child in thee, O Scot- 
land! shall be dashed in pieces. And iifthly, There hath been many conventicles in 
thee, O Scotland! but ere it be long, God shall have a conventicle in thee, that shall 
make thee Scotland tremble. Many a preaching hath God wared on thee, O Scotland! 
but ere it be long God's judgments shall be as freqnent in Scotland as these precious 
meetings, wherein he sent forth his faithful servants to give faithfnl warning in his 
name of their hazard in apostatizing froin God and in breaking all his noble vows. 
God-sent out a Welsh, a Cameron, a Gargill, and a Semple to preach to thce; but 
ßre long God shall preach to thee by a bloody sword." Sermons by Eminent Divines, 
p. 47, 48.  
94) „To thunder out the Lord's wrath and curse." Durhamäs Oommentarie upan 
the Book of tlw Revolution, p. 191. „It is the duty cf Ministers to preach judgments."
        

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