Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1018484
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Untersuchung 
des 
Schott. 
Geistes 
heilig und war nicht unnützlieh zu führen. Und damit er gehörig 
geschützt und wohl in Ehren gehalten werde, verbot eine Kirchen- 
versammlung im Jahre 1642 den Namen eines Geistlichen in 
öffentlichen Blättern zu brauchen, wenn die Genehmigung des heiligen 
Mannes nicht vorher dazu eingeholt worden. 35) 
Diese und ähnliche Schritte wurden von der öffentlichen 
Meinung getragen und hatten daher den vollständigsten Erfolg. 
Es konnte auch wirklich kaum anders sein, denn man glaubte 
allgemein, wer den Geistlichen widerspräche, würde nicht nur mit 
weltlichen, sondern auch mit geistlichen Strafen heimgesucht werden. 
Ein solches Verbrechen würde hier und in jener Welt bestraft. 
Die Prediger nährten mit Fleiss einen Wahn, der ihnen zu Gute 
kam. Sie sagten ihren Zuhörern, was von der Kanzel gesprochen 
werde, wäre für alle Gläubigen bindend und müsse als unmittelbar 
von Gott kommend betrachtet werdenßß) Da dies feststand, so 
folgten andere Sätze natürlich von selbst. Die Geistlichen hielten 
sich allein für eingeweiht in den Rath des Allmächtigen, und ver- 
möge dieser Wissenschaft glaubten sie bestimmen zu können, was 
Jedermanns Zustand in jenem Leben sein werde. i") Ja sie gingen 
hie pastor; but passed by him without using any kind of reverence." Thc Claronicle 
of Perth, Edinburgh 1831, 4t0, p. 80. Die Klage wurde von dem Prediger selbst 
vorgebracht. Ja, die Schottischen Geistlichen nahmen sich dergleichen so sehr zu 
Herzen, dass sie die Theorie aufbrachten, wer es in der Achtung gegen sie fehlen 
lasse, wäre dazu durch d'en Teufel angestiftet. „It is Safanis greatengine to draw 
men to eontemne God und his word, under pretext of disrespect and prejudice against 
the Messengers only."     „It may let us see their guilt who despise most eminent 
ordinary Messengers." Hntchesorfs Exposition of tlw Minor Prnpkets, I, 205, 233. 
35) Die General Assembly of Saint Andrew 1642, eijliess „un act against using 
ministers' names in any of the public pepers, without their own consent." Stevensonäs 
Hisfm-y of the Clzurch af Scotland, p. 503. 
36) „Directions for n. be1iever's walk, given hy Christ's ministers from his Word, 
are his own, and are accounted by him as if he did immediately speak them himself." 
Durhamäs Exposition qf tlze Sony of Solomm, p. 102? Ich citire den Glasgowjer Ab- 
druck von 1788. Einiges was ich in diesem Kapitel erzähle ist so unerhört, dass ich 
hoffe, der Leser wird mir erlauben ihm zu versichern, dass ich mir alle Mühe ge- 
geben, dies buchstäblich. genau zu geben. 
37) Yea, such was their arrogance, that, es if they had been privy to the councils 
of -God, or the dispensers of his vengeanee to the world, they presumed to pronounee 
111'011 their future stete und doomed them, both body and soul to eternal torments." 
7771371111798 Menwirs qf the Marquis of Montrose, p. 237. „Ye heard of me the whole 
counsel of God." Rutlzeaforefs Religious Letters, p. 16, „1 am free from the blood 
of all men; for I have eommunicated to you the whole eounsel of God." Ibid., p. 191.
        

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