Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1018426
332 
Untersuchung des 
Schott. 
Geistes 
das Volk wurde nicht müde sie anzuhören. Wenn ein Prediger 
einmal auf der Kanzel war, so gab es für seine Redseligläeit keine 
andere Grenze als seine Kraft. Er war einer geduldigen und ehr- 
furchtsvollen Versammlung gewiss, lind fuhr fort, so lange er es 
aushalten konnte. Wenn er zwei Stunden ununterbrochen fort- 
sprach, so galt er für einen eifrigen Pastor, dem das Wohl seiner 
Heerde am Herzen läge; und mehr konnte ein gewöhnlicher Prediger 
nicht leisten, denn man erwartete, dass er seine Gefühle mit grosser 
Gewalt ausdrücke und seinen Ernst durch gehörige Arbeit und 
reichlichen Schweiss bekunde. 18) Diese Grenze wurde jedoch von 
denen, die es vermochten, oft überschritten; und Forbes, der 
kräftig und redselig zugleich war, hielt es für eine Kleinigkeit, 
fünf bis sechs Stunden lang zu predigen. 19) Aber im gewöhn- 
lichen Lauf der Natur waren solche Heldenthaten selten, und da 
das Volk in dieser Hinsicht äusserst eifrig war, so gerieth man 
auf eine sinnreiche Auskunft, um seinen Wünschen zu genügen. 
Bei grossen Gelegenheiten waren verschiedene Prediger in der 
nämlichen Kirche zugegen, damit einer, wenn er müde war, die 
Kanzel verlassen, ein anderer ihm folgen und dieser seinerseits 
49) Niemand hat dies wohl weiter getrieben als John Menzies, der berühmte Pro- 
fessor der Theologie zu Aberdeen. "Such was his uncommon fervour in the pulpit, 
that, we are informed, he nsed to change his slxirt always after preaching, and to 
wet two or thre napkins with tears every sermon." Anmerkung in Wodroufs Uorre- 
spondence, II, 222. James Forbes war ebenfalls „an able and zealous preaeher, who 
after every sermon behooved to change his shirt, he spoke with such vehemency and 
sweating." Seleot Biographias, published by the Wodrow Society, I, 333. Lord So- 
merville, der 1679 schrieb, erwähnt „their thundeling preachings." Memorie of the 
Somervilles, II, 388. Eine Anekdote, die man sich erzählte, und die der Dechant 
von Edinburg berichtet, bezieht sich auf eine spätere Zeit, charakterisirt aber diese 
Klasse von Leuten. „Another description I have heard of an energetic preacher more 
forcible than delicate  'Eh, our minister had a great power 0' watter, for he grat, 
and spat, and swat like mischeeff" Reminiscences qf Scoitisk L-ife und Clzaracter, 
by E. B. Ramsay, Dean of Edinburgh, p. 201. 
49) „He was a very learned and pious man; he had a strange faculty of preaehing 
five or six honrs at a. time." Bua-nefs History ef bis oum Time, I, 38. Selbst im 
Anfange des 18. Jahrhunderts, als der theologische Eifer im Abnehmen war, und 
folglich die Predigten kürzer wurden, kam Hugh Thmnson dem Forbes ziemlich gleich. 
"He was the longest preacher ever I hcard, and would huve preached four (er) five 
1101115: 811d was not generally under two hours; that almost every body expectedß.  
"He was a. piouse good man, and a fervent atfectionat preaeher, and, when I heard 
him, he had a vast deal cf heads, and a great deal of matter, and generally very good 
and practicalla hat very longfi Woalrozds Analccla, IV, 203.
        

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