Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014750
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1018415
des 
während 
J ahrh. 
331 
licher Ankunft der Nachricht ihn wieder zu seiner alten Richtung 
zurückführen. 17)  
So vereinigte sich in Schottland Alles zur Stärkung des reli- 
giösen Elements, welches die'Macht der Verhältnisse in früher Zeit 
vorherrschend gemacht und welches jetzt alle andern Elemente des 
Nationalcharakters in sich aufzuzehren drohte. Die Geistlichkeit 
war oben auf, und eine Denkungsart, die ihr natürlich und an- 
gemessen war, verbreitete sich über alle Klassen. Die Theorien 
eines einzelnen Standes wogen die aller andern Beschäftigungen 
auf; und nicht nur der Krieg, sondern auch Handel, Literatur, 
Wissenschaft und Kunst galten für Nichts, wenn sie der allgemeinen 
Stimmung nicht dienten. Ein gesellschaftlicher Zustand von solcher 
Beschränktheit und Einseitigkeit ist in keinem andern Lande der 
eivilisirten Welt jemals zum Vorschein gekommen. Und es schien 
wenig Aussicht vorhanden zu sein, dieses unerhörte Monopol ab- 
zustellen. Wie das 17. Jahrhundert verrückte, setzte sich derselbe 
Zug der Ereignisse fort; die Geistlichkeit und das Volk machten 
immer gemeinschaftliche Sache gegen die Krone und wurden durch 
die Nothwendigkeit der Selbsterhaltung zu der innigsten Verbindung 
mit einander gezwungen. Dies benutzten die Prediger, um ihren 
eigenen Einfluss zu vergrössern, und langer als ein Jahrhundert 
hielten ihre Bemühungen alle intellectuelle Cultur auf, entmuthigten 
alle unabhängige Forschung, machten die Menschen in religiösen 
Dingen furchtsam und finster und farbten den ganzen Volkscharakter 
mit dem dunkeln Anstrich, der sich zwar jetzt allrnahlig mildert, 
aber immer noch vorhanden ist.  
Während des 17. Jahrhunderts piiegten die Schotten nicht die 
Künste des Lebens, bildeten nicht ihren Geist, erhöhten nicht 
ihren Wohlstand, sondern brachten den grössten Theil ihrer Zeit 
mit sogenannten religiösen Uebungen hin. Die Predigten waren 
so lang und so häufig, dass sie alle Musse verschlangen, aber 
47) Baillie erwähnt, im Jahre 1644, ein Beispiel, wo diese Erwartungen in Er- 
füllung gingen. Er sagt (Letters und Journals, II, 138); "These things were brought 
in at a. very important nick of time, by God's gracious providence: N ever a. more quick 
passage from Holy Island to Yarmonth in thirtie houres; they had not cast anchor 
halfe an houre till the wind turned uontrare," Vergl. p. 142: „If this were past, we 
look for a new Iyfe and vigonre in all aßaires, especiallie if it please God to send 
a sweet northwind, carrying the certain news of the taking of Newcastle, which we 
dailie expect."
        

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